Der West Bromwich Albion FC aus den englischen West Midlands klingt erstmal nach großer Fußballkultur, schließlich hat der Club zwischen der Saison 1949/1950 und der Saison 1972/1973 durchgehend in der höchsten englischen Klasse, damals hieß sie noch First Division gespielt. Auch von der Saison 1976/1977 bis 1985/1986 gehörte man zur englischen Fußball-Elite. Nach weiteren Abstechern in die zweite und dritte englische Liga spielte man seit 2008 weitere neun Spielzeiten in der Premier League. Aktuell ist man in der Championship, der zweiten englischen Liga auf dem 21. Platz und damit nur um einen Punkt besser als Leicester, die den ersten Abstiegsplatz belegen.
Immerhin ist der Trophäenschrank einigermaßen gefüllt. 1920 wurde man englischer Fußballmeister, dazu kommen fünf Pokalsiege (1888, 1892, 1931, 1954 & 1968), zwei Superpokalsiege (1921, 1955) und ein Ligapokalsieg (1966). Die drei Zweitligameisterschaften aus den Jahren 1902, 1911 und 2008 sollen keinesfalls verschwiegen werden.
1878 gründeten die Arbeiter der Salter´s Spring Works den Verein als West Bromwich Strollers, bereits im selben Jahr kam es zum ersten Spiele gegen eine Auswahl der Seifenfabrik im selben Ort. 1988 war West Bromwich Albion Gründungsmitglied der Football League. 1957 war man die erste Mannschaft von der Insel, die in der ehemaligen Sowjetunion gewann und 1978 das erste britische Team, das in China spielte.

Spieler, Verantwortliche und Fans von WBA, so die Kurzfassung, waren 2005 Zeug*innen eines echten Fußballwunders. Vor dem letzten Spieltag war man letzter, vor dem Team lag der FC Southampton, Crystal Palace und Norwich City. West Browich Albion gewann 2:0 und die drei vorgenannten Teams verloren, so dass WBA die Klasse halten konnte.
Bisher haben zwei Deutsche für WBA gespielt. Einer von ihnen war der aktuelle Trainer des VfL Bochum, Uwe Rösler und der andere war Serge Gnabry. Gnabry trug dreimal das blau-weiß gestreifte Trikot, Uwe Rösler immerhin fünf mal. Rösler erzielte dabei genau einen Treffer.