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Krösche kann nur Rock´n roll

In Frankfurt hätte man es sich einfach machen können. Nach der Trennung von Trainer Dino Toppmöller wurden einige Namen diskutiert, die man sich durchaus hätte vorstellen können. Marco Rose war einer dieser Namen. Auch über Xavi Alonso hat man spekuliert. Doch das war Markus Krösche, Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt wohl zu langweilig. Möglicherweise war es aber auch so, dass die genannten Kandidaten für den Eintracht-Verantwortlichen einfach nicht gepasst haben. Stand jetzt (29.01.2026) ist zwar noch nichts offiziell, aber die Gerüchte verdichten sich, dass Albert Riera der neue Übungsleiter der Adlerträger wird. Albert wer? Albert Riera! Ich würde behaupten, dass Riera den wenigsten Experten und Pseudo-Experten bekannt war. Aber Krösche wäre eben nicht Krösche, wenn er nicht was besonderes aus seinen Hut zaubern würde.

Doch wer ist Riera denn nun. Albert Riera Ortega, so sein voller Name, ist gebürtiger Spanier. Er stammt aus Manacor, einem Örtchen im Osten Mallorcas. Die Stadt ist nicht nur für seine Strände, sondern auch für sein Höhlensystem bekannt. Bei seiner Herkunft ist es kein Wunder, dass der RCD Mallorca seine erste Profistation war. Später spielte der Mittelfeldakteur für Bordeaux, Espanyol Barcelona, Manchester City, Liverpool, Olympiakos Piräus, Galatasaray, Udinese, NC Zavrc und den FC Koper. Seine Trainerlaufbahn startete er als Co-Trainer bei Galatasaray Istanbul und übernahm später Olimpia Ljubiljana, NK Celje und Bordeaux. Aktuell arbeitet der 43-jährige, der neben der spanischen auch die russische Staatsangehörigkeit besitzt, bei NK Celje.

Klingt auf den ersten Blick nun erstmal nicht so besonders. Riera gilt als emotional und explosiv. Andere sagen er sei respektlos und arrogant. In Frankreich hat Riera nach seiner Zeit in Bordeaux nicht das beste Ansehen. Er soll gegnerische Trainer respekt behandelt haben und seine Qualitäten in den Vordergrund gestellt haben. Jeder weiß, dass er ein Trainer ist, dem es an Bescheidenheit mangelt und der besonders viele meiner Kollegen auf dem Platz respektlos behandelt hat. Er ist ein junger Trainer, den ich nicht kannte, er hat mich unangenehm überrascht, aber ich bin nicht der Einzige“, wurde Trainer Patrice Garande bei fussballtransfers.com zitiert.

Sein ungewöhnliches Auftreten ist durchaus im Netz dokumentiert. Eine Mischung zwischen Diego Simeone, Motivationscoach und dem verrückten Onkel auf der Familienfeier. Die Lösung kann ein genialer Schachzug sein, kann aber gnadenlos scheitern. Man darf gespannt sein.

Quellen:

Manacor – Wikipedia

Albert Riera – Wikipedia

Albert Riera – Trainerprofil | Transfermarkt

„Arrogant & kompliziert“: Harte Urteile über Riera

Eintracht Frankfurt: Albert Riera soll neuer Trainer werden – Auf Krawall gebürstet – 11FREUNDE

Niemand ist größer als der Verein, außer Vinicius Junior

Der Verein steht über allem. Das ist eigentlich gängige und gelebte Praxis. Grade in der Bundesliga, aber nicht nur dort. Doch einige wenige Egomanen im Fußball-Business schaffen es, eines der zehn Gebote auszuhebeln. Deswegen musste Xavi Alonso, ehemaliger Meistertrainer von Bayer Leverkusen den Trainerstuhl der Königlichen nach nur einem halben Jahr wieder räumen. Das verlorene Pokalfinale gegen den FC Barcelona mag für die Verantwortlichen das viel besungene Fass zum Überlaufen gebracht haben, die Demission des Übungsleiters begann aber schon viel früher.

Bei Alonsos Spielidee kommt es im Offensiv-Pressing auf jeden einzelnen an. Wer nicht mitzieht, wird ausgewechselt. So weit, so richtig. Einem der häufiger raus musste, gefiel das nicht. Und da machte Vinicius Jr. auch gar keinen Hehl raus. Bei jeder Auswechselung knallte es zwischen Coach und Offensivkünstler. Vinicius, so wird berichtet, soll eine Vertragsverlängerung unter Alonso ausgeschlossen haben.

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Im Oktober hatte der Brasilianer nach seiner Auswechslung einen Wutanfall. Danach musste er sich entschuldigen. Das tat er auch, nahm seinen Trainer bei der Entschuldigung aber aus. Gemeinsam mit der sportlichen Leitung hätte Alonso durchgreifen und ein Zeichen setzen können. Doch die sportliche Leitung hatte sich da bereits von Alonso abgewandt, der am Ende keine Chance hatte.

Quellen:

Xabi Alonsos Aus bei Real Madrid: Vinís Wille geschehe – 11FREUNDE

https://www.11freunde.de/international/la-liga/vinicius-entschuldigt-sich-fuer-wutanfall

Wake up Boo!

Bo Henriksen ist seit gestern nicht mehr Trainer des abstiegsbedrohten Bundesligisten Mainz 05. Das sind in Kürze die entsprechenden Fakten. Nach den schwachen Auftritten in der Bundesliga ist das nicht überraschend. Höchstens die Tatsache, dass man sich mit der Verkündung bis Mittwoch zeitgelassen hat, schließlich trifft man bereits morgen auf Borussia Mönchengladbach.

Doch was sind am Ende die Gründe für die Mainzer Krise? Zunächst einmal die ausgebliebenen Erfolge. Bereits zum Ende der letzten Saison war ein Abwärtstrend deutlich spürbar. Wenn man es drastisch formulieren möchte, haben die Mainzer nicht die Qualifikation für die Conference League geschafft, sondern die Teilnahme an der Champions League verspielt. Von den zehn letzten Saisonspielen der Saison 2024/25 konnten die Mainzer nur die Spiele in Mönchengladbach (3:1) und Bochum (4:1) gewinnen können. In dieser Saison steht tatsächlich nur ein Sieg gegen Augsburg (1:4) und drei Unentschieden gegen Wolfsburg, Bremen und Hoffenheim auf der Habenseite. Immerhin ist man in der Conference League im Soll und liegt in der aktuellen Mammuttabelle mit neun Punkten aus vier Spielen auf dem fünften von 36 Plätzen.

Die Mainzer Probleme haben also nicht nur was mit Aderlass im Sommer zu tun, aber eben auch. Der Abgang von Johnny Burkardt für 21 Millionen zu Eintracht Frankfurt tat richtig weh und Benedict Hollerbach konnte diese Lücke niemals richtig schließen. Die aktuellen Verletzungen von Robin Zentner, Maxim Leitsch, Maxim Dahl und Anthony Caci sind dabei genauso förderlich wie die vielen Rotsperren. Aktuellen fehlen Dominik Kohr und Paul Nebel rotgesperrt.

Quellen:

1. FSV Mainz 05 | Kader | Conference League 2025/26 – kicker

Henriksens Scheitern geht auch aufs Konto des Managements – kicker

1.FSV Mainz 05 – Vereinsprofil | Transfermarkt

Sandro Wagner und das Ende einer Irrfahrt

Sandro Wagner und der FC Augsburg haben sich getrennt. Ob nun Sandro Wagner den FC Augsburg entlassen hat, oder ob es nun doch andersrum gewesen ist, ist nur schwer zu sagen. Angeblich soll die Trennung in gegenseitigem Einvernehmen erfolgt sein. Und genauso angeblich soll Wagner eine stolze Ablösesumme von 3 Millionen Euro kassieren.

Das beiden Seiten getrennte Wege gehen und die gemeinsamen Ziele in weiter Ferne gerückt sind, war bereits in der jüngeren Vergangenheit erkennbar deutlich zu erkennen. Wir kennen alle diese Pärchen, die sich eigentlich trennen sollten. Die nur noch wegen der Kinder, des Hauses oder dem Kind zusammen sind.

Der FC Augsburg ist ein biederer Klub, der sich einen frischen Anstrich geben wollte ohne die maroden Wände zu überarbeiten. Der Kader passte genauso wenig zu Wagners Spielidee wie Wagner nach Augsburg. Die Entlassung von Jess Thorup zum Ende der letzten Saison stellt sich als folgenschwerer Fehler heraus. Der Zeitpunkt der Entlassung sowieso. Es wird Zweifel an Wagner gegeben haben. Nicht erst seit gestern. Eine frühere Entscheidung wäre sicherlich sinnvoller gewesen. Wie dem auch sein, eine zum Scheitern verurteile Ehe ist nun endlich geschieden worden.