Schlagwort-Archive: SC Freiburg

Raus mit Applaus

Weiter, immer weiter. Das gilt nicht nur für den FC Bayern, sondern auch für den SC Freiburg. Nach schwacher Leistung und einer Niederlage im Hinspiel gewannen die Breisgauer deutlich mit 5:1  gegen eine überforderte Mannschaft aus Genk.

Weniger erfolgreich verlief der Abend für den VfB Stuttgart. Die Schwaben verloren im Hinspiel mit 2:1, hätten als einen Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschied gebraucht um weiterzukommen. Das gelang aber nicht dem VfB, sondern den Gastgebern aus Porto. Am Ende verlor ein überlegender VfB der Mannschaft aus Porto mit 2:0, die an diesem Abend durch enorme Effizienz bestach.

Europa League – Viertelfinale (9./16. April 2026)

Sporting Braga – Real Betis Sevilla

SC Freiburg – Celta Vigo

FC Bologna – Aston Villa

FC Porto – Nottingham Forest

Mainz gewinnt und wartet nun auf Racing Straßburg

Das 2:0 für den FSV Mainz 05 gegen Sigma Olmütz sorgt für ein positives Ende in diesem Bericht. Nach dem 0:0 im Hinspiel hätte den Mainzern ein knapper Sieg gereicht. Für den sogenannten Dosenöffner sorgte Stefan Posch, den man in der Winterpause von Como 07 ausgeliehen hat.  Der zweite Treffer geht auf das Konto von Armindo Sieb.

Conference League-Viertelfinale (9./16. April 2026)

Schachtar Donezk – AZ Alkmaar

Crystal Palace – AC Florenz

Rayo Vallecano – AEK Athen

1.FSV Mainz 05 – Racing Straßburg

11/26: Was die Woche noch wichtig war

Bayern brennt und Bodö glimmt

Der FC Bayern ist on fire. Aber sowas von! Das 6:1 bei Atalanta Bergamo wahr nicht nur die Vorentscheidung, sondern eine Machtdemonstration der Kompany-Elf. Zu keiner Zeit waren die Italiener auch nur annähernd gleichwertig. Gegen die Bayern-Maschine hatten die Bergamaschi, wie man die Menschen aus Bergamo nennt, niemals eine Chance. Ein Blick auf die Zahlen macht das deutlich: 25 Torschüsse, fast 700 gespielte Pässe von denen 92 Prozent ankamen, dazu fast 70 Prozent Ballbesitz. Es ist davon auszugehen, dass kein italienischer Vertreter im Viertelfinale der Champions League stehen wird.

Ob das auch für englische Teams gilt, bleibt abzuwarten. Liverpool verliert mit 1:0 bei Galatasaray, Newcastle kommt im Heimspiel gegen Barcelona nicht über ein 1:1 hinaus, Tottenham geht mit 5:2 bei Atletico Madrid unter, mit gleichem Ergebnis verliert auch Chelsea bei Paris St. Germain, ManCity verliert bei Real deutlich mit 0:3 und Arsenal kommt gegen Bayer Leverkusen auch nur zu einem glücklichen Unentschieden. In der 89. Minute gab es einen fragwürdigen Elfmeter für Arsenal, den Kai Havertz zum glücklichen 1:1 verwandelte.

Nach den bisherigen Erfolgen ist das 3:0 von Bodö Glimt gegen Sporting Lissabon wohl keine ganz so große Überraschung mehr. Torschützen für die Norweger waren Fet, Blomberg und Högh.

Schlechtes Personalmanagement von Igor Tudor

Warum auch immer warf Tudor, Trainer der Tottenham Hotspurs, den unerfahrenen Antonin Kinsky ins Tor. Der war sichtlich nervös und mitschuldig am schnellen 0:3-Rückstand bei Atletico Madrid. Vor allem der erste und dritte Treffer gehen auf das Konto des tschechischen Schlussmannes. Nach siebzehn Minuten war für Kinsky das Spiel bereits wieder zu Ende. Erniedrigender geht es wohl nicht mehr.  Das Kinsky mit Tränen in den Augen den Platz verließ, verwundert nicht. Seine Teamkollegen Romero, Danso und Pedro Porro hatten immerhin tröstende Worte, sein Trainer würdigte ihn keines Blickes. Das hätte man auch anders machen können.

Ausgebrandt in Dortmund

Dortmund wird den auslaufenden Vertrag mit Julian Brandt nicht verlängern. Nach sieben Jahren, einem Pokal- und einen Superpokalsieg ist nun Schluss in Dortmund. Brandt kam in Dortmund oft zu schlecht weg, was aber nicht nur an seinen Kritikern, sondern auch an seiner Spielweise lag. Brandt trug bisher 298 mal das Trikot des BVB, erzielte 56 Tore und legte 69 weitere Treffer auf. Die Spekulationen, wo es den gebürtigen Bremer hinziehen könnte, sind bereits in vollem Gange. Dafür hat Felix Nmecha seinen Vertrag beim BVB vorzeitig bis 2030 verlängert. Aber: In Nmechas Vertrag steht ab sofort eine Ausstiegsklausel. 2027 kann er den Verein für 80 Millionen verlassen, ein Jahr später immerhin noch für 70 Millionen. Dafür kassiert Nmecha nun ein Jahressalär in Höhe von zehn Millionen Euro plus Boni. Das Nmecha den Verein vor 2030 verlässt, gilt somit als wahrscheinlich.

Europapokal-Donnerstag

Die der Europa League mussten sowohl der VfB Stuttgart (1:2 gegen den FC Porto) als auch der SC Freiburg (0:1 beim KRC Genk) eine Niederlage hinnehmen. Das schlechtere Team waren die Stuttgarter nicht, eher zweimal unaufmerksam. Im Rückspiel hat man aber nach wie vor alle Chancen. Kein gutes Spiel zeigte der SC Freiburg, der mit der 0:1-Niederlage noch ganz gut leben kann. Freiburgs Auftritt war schwach, die Niederlage verdient. In der Conference League hat sich der FSV Mainz 05 nach dem 0:0 bei Sigma Olmütz eine gute Ausgangslage erarbeitet.

Schluss mit X

Es gibt viele, wenn nicht zahllose Gründe die Plattform X, zuvor Twitter, zu kritisieren. Seit Elon Musk die Plattform übernommen hat, hat die Verbreitung von Rechtsextremismus, Antisemitismus, Desinformation, Verschwörungstheorien und russischer Propaganda deutlich zugenommen. Außerdem lautet Vorwurf, „Beihilfe bei der Verbreitung sexualisierter Bilder Minderjähriger“ geleistet zu haben. Genau deswegen kam es jetzt in Paris zu einer Durchsuchung der Büros des Netzwerkes. Besitzer Elon Musk und die ehemalige CEO Linda Yaccarino wurden als Zeugen vorgeladen.

Musk hatte über sein Netzwerk mehrfach, auch in Deutschland, in Wahlkämpfe eingegriffen. Dazu wurde der Algorithmus geändert. Ermittlungen gibt es nicht nur in Frankreich, sondern auch in den USA, Australien, Kanada, Indien und Großbritannien. In Indonesien, Malaysia und auf den Philippinen wurde X sogar zeitweise gesperrt.

Zahlreiche Prominente, Politiker*innen und Organisationen haben X bereits verlassen. Gleiches gilt auch für Fußballvereine in Deutschland. Der FC St. Pauli ist bereits seit November 2024 nicht mehr bei X. Man begründet den Schritt damit, dass X Rassismus und Verschwörungstheorien verbreitet und Beleidigungen oder Bedrohungen als Meinungsfreiheit verkauft werden. Damals ging es auch um die Rolle von Musk in der US-Regierung. Ins gleiche Horn stößt der SC Freiburg. Die Breisgauer geben an, dass die Werte, für die der Verein steht, bei X „mit Füßen getreten“ werden. Gleiches gilt für die Verantwortlichen beim SV Werder Bremen, die quasi zeitgleich mit den beiden Konkurrenten die Plattform hinter sich gelassen haben.

Die meisten Vereine sind noch bei X und begründen das mit der großen und auch internationalen Reichweite. Allerdings kommt aus der Fanszene immer mehr Kritik daran. Bei VfL Bochum startet der Fanclub „Linksdrall“ eine Initiative, um den Verein zu einem Ausstieg bei X zu bewegen.

Mein Fanclub geht voran: Wir fordern den @vfl-bochum.de mit dem Schreiben vom gestrigen Montag dazu auf, X endlich zu verlassen und es anderen Vereinen wie dem @fcstpauli.com gleichzutun.Wir warten mit Spannung auf eine Reaktion unseres Vereins! #meinVfL #tiefimWesten #vflbochum #Linksdrall

Anna-Lena (@halloalo.bsky.social) 2026-02-03T19:55:26.997Z

Die Gründe sind deckungsgleich mit denen, die die genannten Konkurrenten dazu bewogen haben X zu verlassen. Dazu kommen die bereits aufgeführten Vorwürfe in Sachen KI. Eigentlich hätte der Verein, so wie andere Vereine auch, selber darauf kommen müssen, dass X kein soziales Netzwerk, sondern nur noch ein Ort für Hass, Gewalt, Beleidigungen, Bedrohungen, Verschwörungstheorien, Propaganda und die Verbreitung von Pornografie ist.

Quellen:

https://www.spiegel.de/netzwelt/x-ermittler-durchsuchen-pariser-buero-von-elon-musks-unternehmen-a-1e4157f9-da3a-47a7-b21b-a6cdd70eb2d2

https://www.fcstpauli.com/news/der-fc-st-pauli-verlasst-x

https://www.scfreiburg.com/aktuell/nachrichten/verein/2024/25/sc-beendet-aktivitaeten-auf-x

https://www.werder.de/news/maenner/2024-2025/pm-x-18112024