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Mainz 05 in Europa

Aktuell ist man bei Mainz 05 von einer Europapokalqualifikation soweit entfernt wie Friedrich Merz von einer umsichtigen Regierungsarbeit. Doch während man bei Friedrich Merz vergeblich suchen wird, hat der Ex-Club von Jürgen Klopp durchaus eine mehr oder weniger erfolgreiche Zeit im Europapokal aufzuweisen.

Es war die Saison 2005/2006, es trugen so Haudegen wie Dimo Wache, Manuel Friedrich, Mohamed Zidan, Michael Thurk und Benjamin Auer das Trikot der 05er. Trainer war damals übrigens niemand geringeres als Jürgen Klopp.

Die ersten Qualifikationsrunden meisterte man gegen gegen MIKA Aschtarak (Armenien) und Keflavik IK (Island) noch relativ locker, gegen Sevilla zog man in der ersten Runde allerdings den Kürzeren. Auf die nächsten europäischen Auftritte mussten die Fans am Bruchweg noch bis 2011 warten. Gegen Gaz Metan Medias aus Rumänien gab es aber eine bittere Niederlage im Elfmeterschießen, der Auftritt in der Saison 2014/2015 war nicht länger. Gegen die Griechen von Asteras Tripolis gab es im Hinspiel zwar einen 1:0-Sieg, im Rückspiel musste man sich aber mit 1:3 geschlagen geben.

Danach pausierte man ein Jahr im internationalen Wettbewerb, nahm in der Zeit Anlauf und startete 2026/2017 in der Gruppenphase der Europa League. In Mainz waren mir Robin Zentner, Niko Bungert, Levin Öztunali und Florian Niederlechner neue Helden geboren. Gegen den Qəbələ Futbol Klubu konnte man zwar beide Spiele gewinnen, die Gegner aus St. Etienne und Anderlecht waren am Ende aber doch zu stark, um sich durchzusetzen.

Danach dauerte es aber tatsächlich noch bis zu dieser Spielzeit, ehe die Mainzer wieder europäisch starten können, in dieser Saison ist es allerdings die Conference League. Nach vier Spieltagen liegt man mit Siegen gegen Universitatea Craiova, den AC Florenz und Zrinjski Mostar gut im Rennen, lediglich bei Omonia Nikosia gab es eine Niederlage. Die Spiele gegen Lech Posen und Samsunspor stehen bei Redaktionsschluss noch aus,

Wake up Boo!

Bo Henriksen ist seit gestern nicht mehr Trainer des abstiegsbedrohten Bundesligisten Mainz 05. Das sind in Kürze die entsprechenden Fakten. Nach den schwachen Auftritten in der Bundesliga ist das nicht überraschend. Höchstens die Tatsache, dass man sich mit der Verkündung bis Mittwoch zeitgelassen hat, schließlich trifft man bereits morgen auf Borussia Mönchengladbach.

Doch was sind am Ende die Gründe für die Mainzer Krise? Zunächst einmal die ausgebliebenen Erfolge. Bereits zum Ende der letzten Saison war ein Abwärtstrend deutlich spürbar. Wenn man es drastisch formulieren möchte, haben die Mainzer nicht die Qualifikation für die Conference League geschafft, sondern die Teilnahme an der Champions League verspielt. Von den zehn letzten Saisonspielen der Saison 2024/25 konnten die Mainzer nur die Spiele in Mönchengladbach (3:1) und Bochum (4:1) gewinnen können. In dieser Saison steht tatsächlich nur ein Sieg gegen Augsburg (1:4) und drei Unentschieden gegen Wolfsburg, Bremen und Hoffenheim auf der Habenseite. Immerhin ist man in der Conference League im Soll und liegt in der aktuellen Mammuttabelle mit neun Punkten aus vier Spielen auf dem fünften von 36 Plätzen.

Die Mainzer Probleme haben also nicht nur was mit Aderlass im Sommer zu tun, aber eben auch. Der Abgang von Johnny Burkardt für 21 Millionen zu Eintracht Frankfurt tat richtig weh und Benedict Hollerbach konnte diese Lücke niemals richtig schließen. Die aktuellen Verletzungen von Robin Zentner, Maxim Leitsch, Maxim Dahl und Anthony Caci sind dabei genauso förderlich wie die vielen Rotsperren. Aktuellen fehlen Dominik Kohr und Paul Nebel rotgesperrt.

Quellen:

1. FSV Mainz 05 | Kader | Conference League 2025/26 – kicker

Henriksens Scheitern geht auch aufs Konto des Managements – kicker

1.FSV Mainz 05 – Vereinsprofil | Transfermarkt