Es war der 10. Juli 1994 als die deutschen Träume von der WM-Titelverteidigung platzten. Dabei waren die Vorzeichen gar nicht so schlecht, Deutschland ging durch ein Elfmetertor von Lothar Matthäus in Führung, doch innerhalb von zwei Minuten erzielten die Bulgaren durch Hristo Stoichkov und eben jenem Yordan Letchkov den Endstand von 2:1. Zu diesem Zeitpunkt wusste man in Deutschland aber bereits, zu welchen Leistungen Yordan Letchkov im Stande war. Zu Beginn der Saison 1992/1993 wechselte Letchkov aus der bulgarischen Hauptstadt in die Elbmetropole. Gemeinsam mit Markus Babbel, Valdas Ivanauskas, Stig Töfting und Uli Stein sorgte er für erfolgreichere Hamburger Zeiten in der Bundesliga. Nach seiner Zeit in Hamburg spielte er noch für Olympique Marseille (mit Andreas Köpke) und Besiktas Istanbul, ehe er 2004 in seiner Heimatstadt Sliven seine Fußballschuhe an den Nagel hängte.
Sliwen, das ist eine Stadt im Osten des Landes zwischen Sofia und Burgas. Die Stadt liegt am südöstlichen Rand des Balkangebirges. Sie ist nicht nur die „Stadt der Pfirsiche“, sondern auch Textilzentrum und Industriestadt. Auch wenn die Stadt einige bekannte Sportler geboren hat, dürfte Letchkov der wohl bekannteste von allen sein. Auf Grund dessen wurde er im Jahre 2013 zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt. Die Rede war von Misswirtschaft und Amtsmissbrauch. Im wurde vorgeworfen, eine Steuerprüfung umgangen zu haben und einen Vertrag zur Wasserbewirtschaftung abgeschlossen zu haben, bei dem es zu Verlusten von fast 300.000 Euro gekommen sein soll. Das Urteil wurde wenig später allerdings aufgehoben, heute ist Letchkov Vizepräsident des bulgarischen Fußballverbands BFS.
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