Breno, die Älteren werden sich erinnern, startete mit jeder Menge Vorschusslorbeeren in sein Abenteuer Bayern, Deutschland und Bundesliga. Breno, der eigentlich Breno Vinícius Rodrigues Borges heißt wurde 1989 im brasilianischen Cruzeiro geboren und wechselte im Jahre 2008 zum FC Bayern München. Die Vorzeichen standen damals eigentlich gut, schließlich war nicht nur die gesamte Bundesliga gut mit Brasilianern bestückt, auch in München spielten damals mit Lucio und Zé Roberto zwei weitere Brasilianer in Müchen. Gemeinsam mit Martin Demichelis und José Sosa bildete man sogar ein südamerikanisches Quintett. Zum damaligen Zeitpunkt waren die Bayern nicht die einzigen, die den damals „besten Verteidiger, den Brasilien im eigenen Land zu bieten hat“, haben wollten. Bei den Vertragsverhandlungen, soll man nicht nur Real Madrid, sondern auch den AC Florenz und Juventus Turin ausgestochen haben.
Beim FC Bayern galt Breno als Verpflichtung für die Zukunft, man stattete ihn mit einem Vertrag bis zum Jahre 2012 aus. Bis Breno sein Debüt im Bayern-Trikot gab, dauerte es allerdings etwas. Sein erstes Pflichtspiel machte er im Rückspiel des Champions League-Achtelfinals gegen den RSC Anderlecht im März 2008. Zwei Monate später lief er zum ersten Mal in der Bundesliga auf. Bis zum Ende des Jahres 2009 standen für Breno lediglich sieben Bundesligaspiele auf dem Programm. Dazu kamen fünf Einsätze in der Champions League und ein Einsatz im DFB-Pokal. Auch wenn er als Verpflichtung für die Zukunft galt, waren alle Beteiligten unzufrieden.
Was lag näher, als Breno zu verleihen. Hier war der 1.FC Nürnberg dankbarer Abnehmer. Breno wusste durchaus zu überzeugen, kam wegen eines Kreuzbandrisses aber auch nur auf sieben Einsätze. So kehrte er 2010 nach München zurück, musste aber nochmal operiert werden. Sein erstes Spiel machte er im November gegen seinen alten Club aus Nürnberg. Überzeugen konnte er aber auch in dieser Spielzeit nicht. Breno, vom Pech verfolgt, brauchte vor dem Start der Saison 2011/2012 noch eine Operation, was seine Chancen auf den Durchbruch natürlich nicht verbesserte.
Breno griff nicht nur zum Alkohol, sondern auch zu Medikamenten. Ob das am Ende dazu führte, dass er in Grünwald sein gemietetes Haus anzündete ist nicht geklärt. Breno kam jedenfalls in Untersuchungshaft und erst wieder frei, als der FC Bayern eine Kaution hinterlegte. Breno wurde am Ende zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Am Ende führte das dazu, dass Breno keine Spiele mehr für den FC Bayern absolvierte und auch der Wechsel zu Lazio Rom logischerweise platzte. In diesem Zusammenhang wurde auch gegen den FC Bayern ermittelt, da Breno behauptete dort Schlafmittel aus einem unverschlossenen Arzneimittelschrank erhalten zu haben.
Allerdins war Breno nach etwas mehr als einem Jahr bereits Freigänger und arbeitete sowohl im Team der Jugendleitung als auch im Trainerstab der zweiten Mannschaft. Das waren allerdings Brenos letzte Schritte in Europa. Beim FC Sao Paulo hoffte man Breno vorzeitig nach Brasilien lotsen zu können, schließlich dauerte das aber noch bis zum Januar 2015. Man gab ihm einen Vertrag bis 2017 und hoffte, das Breno wieder die Kurve bekam. Sein erstes Spiel nach seiner Rückkehr bestritt er im August 2015 gegen Corinthians Sao Paolo, da lag sein letztes Pflichtspiel bereits vier Jahre zurück. Allerdings war der Erfolg nicht von Dauer. Auch von Sao Paolo wurde Breno verliehen und er wechselte zu Vasco da Gama, die ihn später fest verpflichteten. Aber auch dort gab es Ärger. Er verklagte den Verein auf Zahlung seiner Gehälter und warf den Verantwortlichen eine Mitschuld an seinen zahlreichen Verletzungen vor. Wegen weiteren Operationen beendete er seine Karriere im Dezember 2020.
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