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Bodö Glimt nicht mehr

Das Ausscheiden von Bayer Leverkusen aus der Champions League ist nicht die schlimmste Nachricht aus dieser Woche. Trotz des starken Auftritts der Werkself im Hinspiel fehlte mir für ein Weiterkommen der Rheinländer jegliche Phantasie.  Schlecht war der Auftritt im Emirates Stadium gar nicht mal. Phasenweise konnte man mithalten, hatte am Ende aber kaum Torszenen, so dass die 0:2– Niederlage gegen Arsenal verdient und folgerichtig war.

Durch die 5:0-Niederlage bei Sporting Lissabon ist die Reise der Norweger von Bodö Glimt zu Ende. Die Mannschaft aus Nordland gewann das Hinspiel noch mit 3:0 ein Weiterkommen war für viele Formsache, allerdings hielten die Portugiesen voll dagegen und zwangen die Norwegen nach einem 3:0 in der regulären Spielzeit in die Verlängerung. Spätestens da war klar, dass die furiose Champions League-Saison von Bodö Glimt ein Ende nehmen wird.

Vinicius Jr. ist ein Mann mit Profilneurose. Allein wegen seines Auftretens auf dem Platz und beim Torjubel zum 1:0 per Elfmeter hätte ein Ausscheiden von Real Madrid verdient gehabt. Dem war aber nicht so, die Königlichen schlagen Manchester City  mit 2:1 und ziehen in die nächste Runde ein.

Die 0:3-Niederlage vom FC Chelsea gegen Paris St. Germain war eine Machtdemonstration der Franzosen gegen chancenlose Briten.

In den Mittwochsspielen gab es dann im Vergleich zum Dienstag keine Überraschungen mehr. Bayern rotiert und lässt Tom Bischof und Mi-Jae Kim in der Viererkette ran, Lennart Karl geht auf den rechten Flügel, Guerrero spielt zentral hinter den Spitzen und auch Harry Kane ist wieder am Start. Auch die Gäste hatten eine Sensation nicht mehr auf dem Schirm und ließen de Roon und Kolasinac auf der Bank. Am Ende stand ein verdientes 4:1 gegen Atalanta Bergamo.

Noch ein bisschen klarer war die Sache zwischen dem FC Liverpool und Galatasaray Istanbul. Nach der Hinspielniederlage gewannen die Reds aber deutlich gegen Gala, bei denen Sane und Gündogan auf der Bank Platz nehmen mussten. Leroy Sane kam in der zweiten Hälfte zwar für Osimen ins Spiel, konnte die 4:0-Niederlage aber nicht mehr abwenden.

Nach der deutlichen Hinspielniederlage bei Atletico Madrid konnten sich die Tottenham Hotspurs mit einem knappen 3:2-Sieg aus dem Wettbewerb verabschieden. Am Ende waren die Engländer dennoch chancenlos.

Nach dem 1:1 im Hinspiel gab es zwischen dem FC Barcelona und Newcastle United ein echtes Torfestival. Die Katalanen schickten Newcastle, bei denen Nick Woltemade nicht zum Einsatz kam, mit einem 7:2 zurück auf die Insel.

Die Viertelfinalspiele finden am 7./8. & 14./15. April statt.

Real Madrid – Bayern München

Sporting Lissabon – FC Arsenal

Paris St. Germain – FC Liverpool

FC Barcelona – Atletico Madrid

11/26: Was die Woche noch wichtig war

Bayern brennt und Bodö glimmt

Der FC Bayern ist on fire. Aber sowas von! Das 6:1 bei Atalanta Bergamo wahr nicht nur die Vorentscheidung, sondern eine Machtdemonstration der Kompany-Elf. Zu keiner Zeit waren die Italiener auch nur annähernd gleichwertig. Gegen die Bayern-Maschine hatten die Bergamaschi, wie man die Menschen aus Bergamo nennt, niemals eine Chance. Ein Blick auf die Zahlen macht das deutlich: 25 Torschüsse, fast 700 gespielte Pässe von denen 92 Prozent ankamen, dazu fast 70 Prozent Ballbesitz. Es ist davon auszugehen, dass kein italienischer Vertreter im Viertelfinale der Champions League stehen wird.

Ob das auch für englische Teams gilt, bleibt abzuwarten. Liverpool verliert mit 1:0 bei Galatasaray, Newcastle kommt im Heimspiel gegen Barcelona nicht über ein 1:1 hinaus, Tottenham geht mit 5:2 bei Atletico Madrid unter, mit gleichem Ergebnis verliert auch Chelsea bei Paris St. Germain, ManCity verliert bei Real deutlich mit 0:3 und Arsenal kommt gegen Bayer Leverkusen auch nur zu einem glücklichen Unentschieden. In der 89. Minute gab es einen fragwürdigen Elfmeter für Arsenal, den Kai Havertz zum glücklichen 1:1 verwandelte.

Nach den bisherigen Erfolgen ist das 3:0 von Bodö Glimt gegen Sporting Lissabon wohl keine ganz so große Überraschung mehr. Torschützen für die Norweger waren Fet, Blomberg und Högh.

Schlechtes Personalmanagement von Igor Tudor

Warum auch immer warf Tudor, Trainer der Tottenham Hotspurs, den unerfahrenen Antonin Kinsky ins Tor. Der war sichtlich nervös und mitschuldig am schnellen 0:3-Rückstand bei Atletico Madrid. Vor allem der erste und dritte Treffer gehen auf das Konto des tschechischen Schlussmannes. Nach siebzehn Minuten war für Kinsky das Spiel bereits wieder zu Ende. Erniedrigender geht es wohl nicht mehr.  Das Kinsky mit Tränen in den Augen den Platz verließ, verwundert nicht. Seine Teamkollegen Romero, Danso und Pedro Porro hatten immerhin tröstende Worte, sein Trainer würdigte ihn keines Blickes. Das hätte man auch anders machen können.

Ausgebrandt in Dortmund

Dortmund wird den auslaufenden Vertrag mit Julian Brandt nicht verlängern. Nach sieben Jahren, einem Pokal- und einen Superpokalsieg ist nun Schluss in Dortmund. Brandt kam in Dortmund oft zu schlecht weg, was aber nicht nur an seinen Kritikern, sondern auch an seiner Spielweise lag. Brandt trug bisher 298 mal das Trikot des BVB, erzielte 56 Tore und legte 69 weitere Treffer auf. Die Spekulationen, wo es den gebürtigen Bremer hinziehen könnte, sind bereits in vollem Gange. Dafür hat Felix Nmecha seinen Vertrag beim BVB vorzeitig bis 2030 verlängert. Aber: In Nmechas Vertrag steht ab sofort eine Ausstiegsklausel. 2027 kann er den Verein für 80 Millionen verlassen, ein Jahr später immerhin noch für 70 Millionen. Dafür kassiert Nmecha nun ein Jahressalär in Höhe von zehn Millionen Euro plus Boni. Das Nmecha den Verein vor 2030 verlässt, gilt somit als wahrscheinlich.

Europapokal-Donnerstag

Die der Europa League mussten sowohl der VfB Stuttgart (1:2 gegen den FC Porto) als auch der SC Freiburg (0:1 beim KRC Genk) eine Niederlage hinnehmen. Das schlechtere Team waren die Stuttgarter nicht, eher zweimal unaufmerksam. Im Rückspiel hat man aber nach wie vor alle Chancen. Kein gutes Spiel zeigte der SC Freiburg, der mit der 0:1-Niederlage noch ganz gut leben kann. Freiburgs Auftritt war schwach, die Niederlage verdient. In der Conference League hat sich der FSV Mainz 05 nach dem 0:0 bei Sigma Olmütz eine gute Ausgangslage erarbeitet.