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Gut beraten?

Die Wahrscheinlichkeit, dass Said El Mala den 1.FC Köln, trotz laufendem Vertrag bis 2030, verlässt, ist ein wahrscheinliches Szenario. Nicht nur der Focus berichtet, dass sich die El Mala-Eltern mit Brighton & Hove Albion geeinigt haben. Auch die Kölner, die mindestens 35 Millionen Ablöse kassieren würden, sollen bereits zugestimmt haben.  Auch Malek El Mala, zurzeit verletzter Mittelstürmer der zweiten Mannschaft, soll die Kölner mit gleichem Ziel verlassen.

35 Millionen für die El Mala-Brüder klingt, jedenfalls für englische Verhältnisse, nach einem bodenständigen Angebot. Dennoch kann es für die Kölner Sinn machen, schließlich droht immer noch der Absturz in die zweite Liga, dann wäre eine ähnliche Summe wohl nicht mehr abrufbar. Deswegen, so wird berichtet, könnte es wohl relativ schnell gehen.

Das Said El Mala den Schritt in die Premiere League geht, ist nachvollziehbar. Ob er sich dort auf Anhieb durchsetzt, stelle ich trotzdem in Frage. Für Bruder Malek ist der Schritt definitiv zu hoch, zumal er aus einer Verletzung kommt.

Unten rum bleibt alles beim alten

Während in der oberen Tabellenhälfte soweit vieles klar ist, bleibt im Tabellenkeller alles anders: Für Heidenheim sind es nach wie vor elf Punkte bei nunmehr noch acht verbleibenden Spielen. Beim Blick auf das Restprogramm der Kicker von der Schwäbischen Alb, man spielt unter anderem noch gegen Bayern, wird klar, dass die Chancen auf den Klassenerhalt höchsten von theoretischer Natur sind.

Darüber ist von Tabellenplatz 17, den der VfL Wolfsburg belegt, bis zum Tabellenelften, dem HSV, noch alles möglich. Die einzige Mannschaften mit einem Dreier waren der FSV Mainz 05 (2:0 bei Werder Bremen) und Borussia Mönchengladbach (2:0 gegen St. Pauli). Der VfL Wolfsburg darf in Hoffenheim zumindest einen Punkt mitnehmen.

Und wie siehts am nächsten Spieltag aus? Vor der Länderspielpause treffen im richtungsweisenden Duell der VfL Wolfsburg auf Werder Bremen und der 1.FC Köln empfängt im Derby Borussia Mönchengladbach. Ich erwarte einen Gladbacher Sieg und eine Punkteteilung in Wolfsburg. Für Gladbach wäre das ein wichtiger Schritt, allerdings noch keine Vorentscheidung.

Unten bleibt es spannend

Herzlichen Glückwunsch und auf Wiedersehen

Herzlichen Glückwunsch, der FC Bayern ist Meister. Das waren sie quasi auch schon vor dem Spieltag, aber egal. Am Freitag gewannen sie gegen den ehemaligen Angstgegner aus Gladbach mit 4:1.

Wenn die Bayern  mit elf Punkten Vorsprung bei noch neun ausstehenden Spielen Meister sind, ist der FC Heidenheim bei zehn Punkten Abstand auf das rettende Ufer schon abgestiegen. Der FCH hat in seiner Bundesligazeit alles rausgeholt, sich sogar International qualifiziert, wird sich aber im nächsten Jahr wieder in seinem natürlichen Habitat, der zweiten Bundesliga bewegen.

Wolfsburg verliert nach Elfmeterschießen, alle drei Tore des Spiels fielen vom Punkt, gegen den HSV. In Wolfsburg hat man sich vom Trainer (wie hieß der noch) und vom Sportdirektor getrennt. Die Trennung von Geschäftsführer Peter Christiansen erscheint folgerichtig, der Trainer war sicher nicht der Hauptschuldige. Aber: Die Mannschaft hat keine Alibis mehr, der Klassenerhalt ist trotzdem fraglich. Sieht man mal vom 1.FC Köln ab, haben alle anderen Kellerkinder mindestens einen Punkt geholt. Das bedeutet das zwischen Borussia Mönchengladbach auf dem zwölften Platz und dem FC St. Pauli, aktuell auf dem Relegationsplatz, nur ein Punkt liegt. Prognosen sind schwierig.

Lasst den Unsinn

Wie an jedem Spieltag gab es auch am Wochenende wieder Schiedsrichter-Entscheidungen und Entscheidungen der Video-Assistenten, die niemand verstehen kann. Der 1. FC Köln hätte gegen den BVB einen Elfmeter bekommen müssen, und warum Rocco Reitz nicht nur einen Elfmeter gegen sich, sondern auch eine rote Karte gegen bekommt, kann wahrscheinlich nicht mal der Schiedsrichter sagen. Schafft den ganzen Bums am besten wieder ab. Dafür hat beim Spiel Münster gegen Hertha ein Fan gesorgt, der dem Monitor den Stecker gezogen hat.

Durchgemischt

In der Mitte ist es öde, dafür bleibt es oben- und untenrum spannend. Wer hätte, bis auf die leidgeprüften 96-Fans, erwartet, dass Hannover gegen den Tabellenletzten aus Fürth verliert? Am Ende gewannen die Franken mit 2:1 und springen auf den Relegationsplatz. Arminia Bielefeld, immerhin zwölfter, hat nur einen Punkt mehr als die SpVgg aus Fürth.

Oben ist es fast genauso eng. Schalke reicht gegen die Arminia ein wenig Glück und Edin Dzeko. Darmstadt gewinnt mit 2:0 gegen Kiel und bleibt den Schalkern, genauso wie Elversberg auf den Fersen. Schalke und die beiden Verfolger trennen zwei Punkte, Paderborn lässt gegen Braunschweig Federn, hat aber mit drei Punkten Rückstand auf Schalke immer noch gute Chancen auf den Aufstieg.

#10/2026: Was diese Woche noch wichtig war

Kwasniok entschuldigt sich. Und bekommt klare Vorgabe

Lukas Kwasniok, du wirst dich erinnern, hat mit seiner Aussage zum Stimmungsboykott der FC-Fans für Verwirrung gesorgt. Ein 90er-jähriger FC Anhänger verstarb nach einem Sturz im Stadion. Die Fans hatten, zu Kwasnioks Unmut, den Support eingestellt. Für seine Aussagen hat Kwasniok nun um Entschuldigung gebeten den Angehörigen sein Beileid ausgesprochen.

Auch sportlich wird die Lage am Geißbockheim immer prekärer. Für die FC-Verantwortlichen Grund genug, ihrem Trainer ein Ultimatum zu stellen. Kwasniok soll aus dem nächsten drei Spielen vier Punkte holen, dabei spielen die Kölner gegen Dortmund, den HSV und Borussia Mönchengladbach.

In Wolfsburg ändert sich (noch) nichts

Eigentlich hatte man damit gerechnet, dass sich in Wolfsburg zumindestens auf dem Trainerstuhl zum zweiten mal in dieser Saison etwas ändert. Aber Daniel Bauer wird wohl auch am nächsten Spieltag im Heimspiel gegen den HSV auf der Bank sitzen. Das Geschäftsführer Peter Christiansen immer noch im Amt ist, war ebenfalls nicht zu erwarten.

Niederländisches Pokalfinale

In den Niederlanden stehen die Finalisten fest. Nach dem 3:2-Sieg gegen die PSV Eindhoven trifft NEC Nijmegen auf AZ Alkmaar, die mit 2:1 gegen Telstar Velsen gewonnen haben. Das Finale steigt bereits am 19. April.

Tabelle bereinigt

Nach dem 1:0 von Bayer Leverkusen beim HSV haben alle Mannschaften die gleich Ausgangslage. Leverkusen hat die Chancen auf die Champions League gewahrt, der HSV hat auch ohne Punktgewinn alle Optionen auf den Klassenerhalt.

Keine Chance für homophobe Gewalt

Nicht nur die Zuschauer im Kölner RheinEnergy-Stadion haben es mitbekommen, als ein Köln-Fan und Amateur-Schiedsrichter seinem Lebensgefährten im Stadion einen Heiratsantrag gemacht haben, auch die Fernsehzuschauer waren Zeuge des Antrags.

Nach dem öffentlichen Antrag kamen Vorwürfe gegen den Schiedsrichter ans Licht: Ehemalige Arbeitskollegen konfrontierten den Aktivisten mit schweren Vorwürfen. Zwischenzeitlich klang es so, als würde man nach ihm fahnden. Völliger Unsinn und ein Zeichen von einer fehlgeleiteten Kommunikation der Behörden.

Was aber kein Unsinn sein soll ist die Tatsache, dass seine Adresse und sein Klarname im Internet veröffentlicht wurden mit dem Aufruf „ihn zu besuchen“. Das ist dann tatsächlich auch passiert, drei Männer haben ihn vor seiner Wohnung angegriffen und brutal zusammengeschlagen.

Danach kam es noch zu einem weiteren Angriff, bei dem er von zwei Männern angespuckt und in die Rippen geschlagen wurde. Der Staatsschutz ermittelt und prüft ein homophobes Motiv.

Die Nachricht über den Anschlag hat mich fassungslos zurückgelassen. War es ein homophobes Motiv? Wie asozial und menschenfeindlich kann man sein, Menschen wegen ihrer sexuellen Neigung anzugreifen und sie zu verprügeln. Ich hoffe die Polizei und der Staatschutz finden die Täter und ermitteln auch gegen denjenigen, der die Adresse öffentlich machte.

Quellen:

Attacke auf Pascal Kaiser: Staatsschutz der Kölner Polizei ermittelt

Wende nach Heiratsantrag im Kölner Stadion – Staatsanwalt ermittelt!- DerWesten.de

Attacke auf Pascal Kaiser: Staatsschutz der Kölner Polizei ermittelt

Köln | Pascal Kaiser wieder attackiert: Anwalt nennt Details