Archiv der Kategorie: Kolumne

Gut beraten?

Die Wahrscheinlichkeit, dass Said El Mala den 1.FC Köln, trotz laufendem Vertrag bis 2030, verlässt, ist ein wahrscheinliches Szenario. Nicht nur der Focus berichtet, dass sich die El Mala-Eltern mit Brighton & Hove Albion geeinigt haben. Auch die Kölner, die mindestens 35 Millionen Ablöse kassieren würden, sollen bereits zugestimmt haben.  Auch Malek El Mala, zurzeit verletzter Mittelstürmer der zweiten Mannschaft, soll die Kölner mit gleichem Ziel verlassen.

35 Millionen für die El Mala-Brüder klingt, jedenfalls für englische Verhältnisse, nach einem bodenständigen Angebot. Dennoch kann es für die Kölner Sinn machen, schließlich droht immer noch der Absturz in die zweite Liga, dann wäre eine ähnliche Summe wohl nicht mehr abrufbar. Deswegen, so wird berichtet, könnte es wohl relativ schnell gehen.

Das Said El Mala den Schritt in die Premiere League geht, ist nachvollziehbar. Ob er sich dort auf Anhieb durchsetzt, stelle ich trotzdem in Frage. Für Bruder Malek ist der Schritt definitiv zu hoch, zumal er aus einer Verletzung kommt.

Das Aufgebot macht meistens Sinn

Spätestens seit dem Nagelsmann-Interview und allerspätestens nach dem letzten Bundesliga-Spieltag war die nun erfolgte Nominierung des Bundestrainers ein viel diskutiertes Thema.

Grundsätzlich bin ich zufrieden, ein paar Dinge sind für mich dennoch nicht nachvollziehbar.

Warum wird ein Jonas Urbig nominiert? Seine Torhüter-Fähigkeiten will ihm sicher niemand absprechen, allerdings hat sich Noah Atobolu bisher eine Nominierung als dritter Torwart durchaus auch verdient. Möglicherweise will Nagelsmann Urbig auch dabei haben, um ihn im Trainingsbetrieb zu testen und er wäre jemand der nachrücken könnte, wenn sich einer der ersten drei verletzen würde. Dann wäre jetzt aber der richtige Zeitpunkt, das WM-Aus von ter Steegen zu kommunizieren.

Die Abwehr-Nominierungen passen für mich soweit, auch wenn ich Rüdiger zuhause lassen würde und stattdessen einen Innenverteidiger mit Perspektive mitgenommen.

Im Mittelfeld muss man die Nominierung von Anton Stach definitiv loben. Meine Meinung zu Leroy Sane ist offensichtlich völlig anders als die vom Bundestrainer. Eine WM-Nominierung kann man leistungstechnisch nicht begründen. Stattdessen würde ich auf Karim Adeyemi setzen. Die Nominierung von Stach finde ich zu einhundert Prozent richtig, für Groß hätte ich Angelo Stiller mitgenommen.

Im Sturm bleiben nicht mehr viele Optionen. Kleindienst ist verletzt, Füllkrug kein Stammspieler und Havertz eigentlich gar kein Stürmer. Immerhin ist Undav dabei, der es dann wohl richten muss.

Aufgebot:

Tor: Oliver Baumann (Hoffenheim), Alexander Nübel (VfB Stuttgart), Jonas Urbig (Bayern München)

Abwehr: Waldemar Anton, Nico Schlotterbeck (beide Borussia Dortmund), Nathaniel Brown (Eintracht Frankfurt), Joshua Kimmich, Jonathan Tah (beide Bayern München), David Raum (RB Leipzig), Antonio Rüdiger (Real Madrid), Malick Thiaw (Newcastle United), Josha Vagnoman (VfB Stuttgart)

Mittelfeld: Felix Nmecha (Borussia Dortmund), Serge Gnabry, Leon Goretzka, Lennart Karl, Aleksandar Pavlovic (alle FC Bayern München), Leroy Sane (Galatasaray Istanbul), Jamie Leweling (VfB Stuttgart), Pascal Groß (Brighton & Hove Albion), Anton Stach (Leeds United), Florian Wirtz (FC Liverpool)

Stürmer: Kai Havertz (FC Arsenal), Kevin Schade (FC Brentford), Deniz Undav (VfB Stuttgart), Nick Woltemade (Newcastle United)

Marokko gewinnt den Africa-Cup am grünen Tisch

Herzlichen Glückwunsch! Die Marokkaner gewinnen den Afrika-Cup. Moment! Der Afrika-Cup ist doch längst Geschichte und gewonnen haben ihn nicht die Marokkaner, sondern der Senegal um den Ex-Bayern Sado Mane. So weit, so richtig. Doch gestern gab der afrikanische Fußballverband (CAF) bekannt, dass dem Senegal der Titel entzogen wird und Marokko damit nachträglicher Sieger des Finales und damit der Gewinner des Pokal ist.

Der Senegal hatte damals aus Protest den Platz verlassen, da Marokko in der Nachspielzeit einen umstrittenen Elfmeter zugesprochen bekam. Er protestierten nicht nur die senegalesischen Spieler, sondern auch die Zuschauer auf den Tribünen. Sicherheitskräfte konnten aber verhindern, dass die Fans den Rasen stürmten.

Damals hatte Marokko Protest eingelegt, da auf Grund der Unterbrechung die Leistung der Spieler beeinflusst haben soll. Der Protest wurde zunächst abgeschmettert, in zweiter Instanz wurde aber bekanntermaßen anders entschieden. Begründet wird die Entscheidung mit Verstößen gegen Artikel 82 und 84 des Regelwerkes des afrikanischen Fußballverbandes. Dort steht, dass eine Mannschaft als Verlierer gilt, wenn sie den Platz vor dem Ende des Spiels, ohne Erlaubnis des Schiedsrichters, verlässt.

Also eine klare Sache? Das sehen die Senegalesen naturgemäß anders und ziehen vor den Internationalen Sportgerichtshof. Die Senegalesen führen an, dass die Entscheidung den afrikanischen Fußball in Verruf bringe. Der Punkt geht definitiv an sie, das Spiel hätte nach der Unterbrechung nicht wieder angepfiffen werden dürfen. Diese Entscheidung wurde, warum auch immer, nicht getroffen.

Die Entscheidung am grünen Tisch ist schlichtweg unanständig und unsportlich.

Update: Inzwischen hat die Regierung des Senegals eine unabhängige Untersuchung wegen möglicher Korruption gefordert. Die Regierungssprecherin kritisierte die Enscheidung, wenig überraschend, scharf. 

 

Eberl statt Hoeneß

Es könnte alles so einfach sein, jedenfalls für den FC Bayern vor der Partie gegen Atalanta Bergamo in der Champions League. Nein ich Rede nicht davon, dass Joshua Kimmich und Michael Oliseh nach ihren gelben Karten für das Rückspiel gesperrt sind. Auch nicht davon, dass nach den Ausfällen von Neuer, Urbig und Ullreich nun der 16-jährige Leonard Prescott ins Tor muss. Wie zu lesen war, ist man in Bayern mit der Arbeit von Sportvorstand Max Eberl nicht uneingeschränkt zufrieden.

Die Kritik gegen Eberl kommt vor allem aus dem Aufsichtsrat der neben Ehrenpräsident Uli Hoeneß und dem langjährigen Vizepräsident Karlheinz Rummenigge nur Mitglieder aus der Wirtschaft hat. Wie der Focus berichtet, sollen die Chancen auf eine Vertragsverlängerung bei Eberl nur bei maximal 50 Prozent liegen. Eberl will seine Mission bei den Bayern gerne fortsetzen. Von außen betrachtet, täte der FC Bayern auch gut daran den Vertrag zu verlängern.

Hoeneß monierte zwar, das Eberl den Aufsichtsrat zu spät informieren würde, doch die guten Drähte zwischen Hoeneß, dem Aufsichtsrat und der BILD-Zeitung sind bekannt. Der FC Bayern wäre noch besser beraten, wenn man Hoeneß und Rummenigge aufs Abstellgleis stellen würde. Beide haben das operative Geschäft verlassen und verstehen die Gesetze des Marktes auch nicht mehr zu einhundert Prozent. Anders sind die Äußerungen zu Beratern, den Ablösesummen im Allgemeinen, und weitere Aussagen nicht zu deuten.

Ins gleiche Horn stößt auch Oli Kahn, dem der Generationswechsel beim FC Bayern nicht schnell genug von statten geht. Den kann es aber erst gegen, wenn Uli Hoeneß und Rummenigge keine Aufgaben mehr im Verein haben.

100 Tage bis zum WM-Start: Vorfreude Fehlanzeige

In 100 Tagen beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft der FIFA in den USA, Kanada und Mexico. Zumindest bei den Fans und den reisefreudigen Schlachtenbummlern hält sich die Vorfreude auf das fußballerische Großereignis in Grenzen. Jedenfalls dann, wenn es um Reisen in die USA geht. Allerdings leiden auch die Co-Gastgeber Kanada und Mexico unter der angespannten Lage in den USA. Stimmen nach einem Boykott der deutschen Mannschaft oder gar aller europäischen Teams werden immer lauter. Dabei ist weder das eine, noch das andere zurzeit noch nicht mal in der Theorie auf der Tagesordnung. Selbst in der deutschen Mannschaft hat man keine Lust, sich über die politische Lage zu äußern. In der Hamburger Morgenpost äußerte der Spielführer der deutschen Mannschaft, dass er an politischen Diskussionen nicht mehr teilnehmen würde. Weiter berichtet er, dass es nicht zielführend sei, wenn Spieler sich zu sehr äußern würden.

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Als Beispiel zieht er die letzten WM in Katar heran, außerdem gebe es Menschen beim DFB, die sich dazu besser äußern können. Ob das wirklich so ist, kann man getrost in Frage stellen. Wer soll das sein? Ein Rudi Völler? Der sagt das Spieler ihre Meinung haben können, die aber bitte für sich behalten sollen. DFB-Präsident Neuendorf lehnt einen Boykott ab, da Spieler und Fans die leittragenden wären. Sein Stellvertreter Oke Göttlich sieht das anders und bringt einen Boykott ins Spiel. Natürlich wäre es für die Spieler ein Worstcase-Szenario, allerdings leben Fußballer auch nicht fernab von allen bitteren Realitäten.

Nach der WM in Katar war die Freude auf ein Fest in einem freien Land groß. Doch die Amerikaner sind grade dabei sich mit allem was sie haben von Partnern, Menschenrechten, Frieden, Moral und Verträgen zu entfernen. Zum einen will Trump die Kontrolle über Grönland. Die größte Insel der Welt ist nicht nur strategisch wichtig, sondern verfügt über jede Menge Bodenschätze. Allerdings hat Trump wohl übersehen, dass Grönland seit 600 Jahren zu Dänemark gehört. Und die Dänen sind, genauso wie die USA Natomitglied.

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Doch nicht nur Grönland hat Trump im Blick. In Venezuela hat Trump direkt Nägel mit Köpfen gemacht und die Hauptstadt Caracas, sowie die Stadt La Guaira und die Bundesstaaten Miranda und Aragura angegriffen. Offizieller Grund für den amerikanischen Militäreinsatz war der Drogenhandel, über den zahlreiche Tonnen Drogen aus Venezuela in die USA gebracht wurden. Auch Staatspräsident Nicolas Maduro wurde von amerikanischen Truppen entführt und die USA gebracht. Merkwürdig nur, dass Trump wenig später davon sprach, die Ölindustrie unter Kontrolle gebracht zu haben. Früher wurde die venezulanische Ölindustrie von amerikanischen Firmen kontrolliert, bis die Ölbranche komplett verstaatlicht wurde. Trump gab jetzt an, dass Venezuela 50 Millionen Barrel Öl an die USA liefern würde.

Als ob das nicht schon genügend Gründe wären, hat der amerikanische Präsident einen Friedensrat gegründet. Quasi als Konkurrenz zu den Vereinten Nationen. Den Friedensrat hat er direkt aus seinem 20-Punkte-Plan für den Gaza-Streifen übernommen. Natürlich nicht ohne Seitenhieb auf die UN. Allerdings ist zu erwarten, dass es Trump nicht um Frieden geht. Er will amerikanische Interessen auf der ganze Welt durchsetzen. Praktisch, dass er sich gleich zum Vorsitzenden auf Lebenszeit gemacht hat. Wer Mitglied werden will, muss die Kleinigkeit von einer Milliarde US-Dollar zahlen. Ob an die Staatskasse oder an Trump persönlich ist allerdings noch unklar. Dem französischen Präsidenten hat er gleich mit 200 prozentigen Zöllen gedroht, als dieser die Teilnahem ablehnte. Deutschland hat genauso abgelehnt wie Frankreich, dafür sind Argentinien, Ägypten, Israel, Katar, Türkei und Ungarn mit dabei.

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Doch Trump sorgt nicht nur im Ausland, sondern auch in den USA für Chaos. Bei Untersuchungen und Kontrollen der US-Einwanderungsbehörde (ICE) kam und kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. Aufgeklärt werden diese allerdings nicht, das zuständige Heimatschutzministerium spricht von Notwehr, Videomitschnitte zeigen aber klar etwas anderes. Der US-Präsident setzt mit Razzien gegen (illegale) Einwanderer ein Wahlkampfversprechen um. Kritik, Proteste und Demonstrationen werden aktuell im lauter.

Ob du die WM boykottierst oder nicht, ist deine Entscheidung. Bei mir bleibt der Fernseher – stand jetzt – jedenfalls aus. Dafür bekommst Du während der WM ein kleines Kontrastprogramm in Sachen Fußballkultur.

Quellen:

WM-Boykott wegen Trump? DFB-Kapitän Kimmich denkt an Katar | MOPO

Der Sport-Tag: „Gibt keinen Maulkorb, aber …“: Rudi Völler macht klare Ansage zu Politik rund um WM-Spiele – ntv.de

Warum Trump die Kontrolle über Grönland will | tagesschau.de

Venezuela meldet US-Angriffe auf Caracas | tagesschau.de

Trump gegen Venezuela: Kampf um Öl und enteignete US-Vermögenswerte

Gremium des US-Präsidenten: Trumps „Friedensrat“ – Konkurrenz für die UN? | tagesschau.de

Minneapolis: Demokraten verlangen ICE-Abzug

Was hinter ICE steckt – und wie Trump die Behörde aufrüstet

Grün-Weißer Abstiegsstrudel

Zunächst die Faktenlage: Der SV  Werder Bremen verliert das Kellerduell beim FC St. Pauli mit 2:1. Der Treffer der Bremers Jovan Milosevic zum zwischenzeitlichen Ausgleich reicht nicht, da die Kicker von der Reeperbahn durch Chima Fujita und Hauke Wahl doppelt treffen. In der Tabelle war die Situation schon prekär, jetzt steht Bremen sogar auf einem direkten Abstiegsplatz. Dort ist man zwar nur einen Sieg vom FSV Mainz 05, aktuell 13. der Tabelle entfernt, dass die Grün-Weißen den Turnaround schaffen, glauben sie aktuell aber offensichtlich selbst nicht.

Ein Blick auf die Statistik zeigt auch, dass diese Niederlage unnötig war am Ende sagt das aber auch viel über die Bremer Probleme aus. Eine dominierende Halbzeit, ein höherer xGoals-Wert, mehr als viermal so viele Torschüsse wie St. Pauli. Dazu fast 60 Prozent Ballbesitz und ein Eckballverhältnis von 5:1. Für St. Pauli spricht dafür die Zweikampfbilanz von knapp 60%,

Die Bremer haben ein Problem vor dem Tor der Gegner. 23 Treffer stehen für die Grün-Weißen zu Buche, damit hat man genau einen mehr als Heidenheim und St. Pauli. Zum Vergleich: Harry Kane traf bereits fünfmal öfters in Tor als alle Bremer zusammen. Bester Bremer Torschütze ist Jens Stage, der sechsmal traf und dabei als zentraler Mittefeldspieler fast ein Viertel aller Bremer Tore erzielte.

Die Sache mit Victor Boniface ist allen bekannt und wurde reichlich diskutiert, auch das Thema „Fritz und die Leihspieler“ ist durch. Die Bremer haben für Boniface zwar den 20jährigen Jovan Miloseviv (zuletzt Partizan Belgard) vom VfB Stuttgart ausgeliehen, doch der Kader hätte sicherlich noch den einen oder anderen Qualitätsschub vertragen können.

Während die Mannschaft leblos wirkt flüchten sich die Verantwortlichen in Allgemeinplätzen. „Wir haben uns mehr versprochen und mehr vorgenommen. In der ersten Halbzeit haben wir es gut gemacht, es ging auf, was wir umsetzen wollten. Im letzten Drittel müssen wir uns aber besser positionieren und den letzten Pass besser spielen. Dann bekommst du ein Gegentor, das du einmal im Jahr kassierst – es tut mir unfassbar leid für Mio, dem ich überhaupt keinen Vorwurf mache. St. Pauli hat dann Oberwasser gehabt, dann kommst du zurück und läufst direkt wieder einem Rückstand hinterher. Das tut weh und trotzdem ist es wichtig, das Spiel jetzt abzuhaken. Denn wir haben nur fünf Tage, um uns auf das nächste Spiel vorzubereiten“, lässt sich Werder-Geschäftsführer Clemens Fritz auf der eigenen Homepage zitieren.

Es scheint nicht so, als hätte man in Bremen einen Plan, währenddessen wird der Abstieg in die 2. Liga zu einem immer realistischerer Horrorszenario.

Rassismus ist durch nicht zu rechtfertigen

Es ist die 50. Spielminute im Estadio da Luz in Lissabon im Spiel Benfica Lissabon gegen Real Madrid, als Vinicius Jr. das 1:0 für Real Madrid erzielt. Doch nicht nur das. Der Madrilene erzielte das Tor nicht nur auf eine besondere Art, er feierte seinen Treffer auch so, der den Gastgebern nicht gefallen hat.

An der Eckfahne vor der Benfica-Kurve feierte der Brasilianer seinen Treffer auf eine Art und Weise, die niemandem, der es mit Benfica hält, gefallen haben dürfte. Die Fans warfen mit allem sie zur Verfügung hatten, zum Glück waren das nur leichte, leere Bierbecher. Für seinen Jubel sah der Brasilianer übrigens die gelbe Karte.

Der Benfica-Spieler mit der Rückennummer 25, der Argentinier Gianluca Prestianni, hat sich danach sein Trikot überzogen und soll Vinicius Jr. immer wieder als Affen beschimpft haben. Prestianni streitet das ab und will Vinicius Jr. stattdessen homophob beleidigt haben. Ein Zeichen von Anstand und Intelligenz wäre das aber auch nicht.

Benfica Lissabon und Jose Mourinho spielten die Szene runter. Der Benfica-Coach gab dem Stürmer aus Madrid sogar eine Mitschuld. So nicht: Vinicius Jr. ist kein Sympathieträger, die wenigsten schauen bewundernd auf ihn, sondern haben eher negative Gefühle. Das mag sein Standing in der Fußballwelt erklären, eine Rechtfertigung für Rassismus ist das aber in keinem Fall.

 

Dortmunderische Versöhnung

Es ist noch gar nicht lange her, da haben die Anhänger*innen von Borussia Dortmund auf alles und alle geschimpft, die ihnen bezüglich ihrer schwarz-gelben Affinität vor die Flinte kamen. Auf Akki Watzke, Sebastian Kehl, auf Serhou Guirassy im Speziellen und den Rest der Mannschaft im Allgemeinen.  In erster Linie bekam aber Niko Kovac „sein Fett weg“.

Die Mannschaft spielt zu unansehnlich, spielt defensiv, har destruktiv. Und außerdem müsse er doch sehen, dass Guirassy vorne nicht mal einen Möbelwagen trifft. Dabei hatten sich die Dortmunder in der Tabelle den immer noch dominanten Bayern genähert, zwischenzeitlich waren es nur noch drei Punkte, aktuell sind es zwar wieder sechs Punkte, aber das Duell mit den Bayern steht quasi vor der Tür. Und wer weiß, vielleicht stolpern die Bayern ja noch mal. Ich will hier keine Spannung aufbauen, die am Ende nicht da ist, aber dass sich in Dortmund was entwickelt hat, ist unübersehbar.

Das gilt nicht nur für die Bundesliga, sondern auch für die Champions League. Dort haben die Dortmunder eindrucksvoll Atalanta Bergamo die Grenzen aufgezeigt. Und auch Guirassy hat gezeigt, dass er weiß, wo das Tor steht. Es scheint als hätte man sich im Westfalenstadion wieder versöhnt.

Der alte weiße Mann aus München

Uli Hoeneß, als Ehrenpräsident hat er höchstens repräsentative Aufgaben, meldet sich in einer regelmäßigen Wiederkehr zu den Geschehnissen beim FC Bayern zu Wort. Wenn man es gut mit ihm meint, könnte man sagen, dass ihm der Verein am Herzen liegt. Absprechen will ich ihm das nicht, und das er mit seiner Kritik gegen Spielerberater durchaus einen Punkt hat, auch nicht. Richtig, da kommt noch ein ganz großes aber. Hoeneß will, so gibt es in einem Interview mit den Kollegen von transfermarkt.de an, den Spielerberatern an den Kragen. Das soll so weit gehen, dass man Verhandlungen ohne Spielerberater durchführt oder Spieler eines Beraters nicht mehr verpflichten werde.

Klingt auf den ersten Blick nach großer Fußballromantik, auf den zweiten Blick aber nach mangelndem Sachverstand. Auf dem Markt geben die Spielervermittler den Ton an. Vielleicht noch die mündigen Spieler, aber die Vereine sind die, die in dem Geschäft das Spiel mitspielen müssen.

Und dass die Spieler(berater)-Seite eine andere als die Seite der Vereine ist, sollte klar sein. Willst Du Erfolg, dann brauchst du Spieler. Und wenn du Spieler brauchst, wirst du auch mit den Beratern leben müssen. Wenn du mit einigen nicht mehr verhandeln willst, bleiben dir nur die Spieler aus der zweiten oder dritten Reihe. Damit wird man sich in München nicht zufriedengeben, zumal eh nur Spieler in die Bundesliga wechseln, die in England und Spanien eh nicht mehr zum Zug kommen.

Quelle:

Hoeneß: FC Bayern sagt Beratern den Kampf an – Gegenbeispiel Luis Diáz | Transfermarkt

Einige träumen, andere bangen

Während man sich an der Tabellenspitze weiter Spannung einredet, sehen die meisten den FC Heidenheim schon mit einem Bein in der zweiten Liga. Ist aber beides quatsch, sechs Punkte Rückstand, bei 36 zu vergebenden Punkte, sind locker aufzuholen. Zumal der BVB, und das zuhause, noch gegen die Bayern antritt und auch der FC Heidenheim noch gegen die direkte Konkurrenz spielt. Realistisch ist das trotz allem nicht. Weder die Meisterschaft für den BVB, noch der Klassenerhalt für Heidenheim.

Demnach sind die ersten beiden Plätze vergeben. Die TSG Hoffenheim, der VfB Stuttgart, Leipzig und Leverkusen spielen am Ende die europäischen Plätze unter sich aus. Wobei man nicht vergessen darf, dass Bayer Leverkusen mit einem Spiel im Rückstand liegt. Sollte allerdings eine der Mannschaften, die auf den oberen Plätzen stehen der Pokalgewinnen, könnte aktuell auch Eintracht Frankfurt als Tabellensiebter profitieren.

Auf der anderen Seite der Tabelle sieht es neben Heidenheim auch für St. Pauli, Werder Bremen und den VfL Wolfsburg nicht gut aus. Ein Team aus diesem Trio wird direkt absteigen, eins muss in die Relegation und die dritte Mannschaft schafft den Klassenerhalt direkt. Aber auch Gladbach ist im Abwärtsstrudel, alle anderen Team scheinen gefestigt.

In der zweiten Liga spielen alle für Schalke. Sogar Schalke selber, deswegen haben sie die Tabellenspitze nach dem 2:1-Sieg bei Holstein Kiel auch zurückerobert. Und weil Schalke und den Tabellenfünften aus Paderborn nur drei Punkte trennen, wird es im Kampf um den Aufstieg bis zum letzten Spieltag eng. Hertha patzt immer dann, wenn sie nochmal oben angreifen könnten. So auch jetzt: Nach dem 2:3 dürfte der Hauptstadtclub mit dem Aufstieg genauso wenig zu tun haben, wie der 1.FC Kaiserslautern.

Was oben gilt, das zählt auch unten. Vier Punkte trennen den letzten, die SpVgg. Greuther Fürth, vom rettenden Platz. Den belegt Preußen Münster. Aber auch für den Tabellenzehnten aus Bielefeld sind es nur vier Punkte auf den Relegationsplatz.

Noch knapper geht es in der dritten Liga zu: Energie Cottbus, aktueller Tabellenführer und den Tabellensiebten aus Rostock trennen nur fünf Punkte. Dazwischen liegen Verl, Duisburg, Osnabrück, Essen und Wehen Wiesbaden.

Dafür ist es am Tabellenende deutlicher. Aufsteiger Schweinfurt bräuchte 17 Punkte, um den 1.FC Saarbrücken einzuholen, selbst für den TSV Havelse wären es acht, und für die SpVgg. Ulm immerhin noch fünf Punkte.

Ein Blick auf den Spieltag

Wegweisende Duelle gibt am am 22. Spieltag der Bundesliga nicht. Der BVB kann am Freitagabend mit einem Heimsieg gegen den Mainz 05 wahrscheinlich mit keinem Trauma abschließen, wir erinnern uns an das Meisterschaftsfinale vor zwei Jahren, aber zumindest wieder bis auf drei Punkte an die Bayern herankommen. Jedenfalls bis zum frühen Samstagabend. Allerdings ist Mainz 05, seitdem Urs Fischer das Ruder übernommen hat, alles zuzutrauen.

Die Partie Leverkusen gegen St. Pauli riecht nach einer klaren Angelegenheit. Leverkusen braucht den Sieg, um den Anschluss an die Champions League-Plätze zu halten, St. Pauli kann bei einem Sieg die Abstiegsplätze verlassen.

Ob die Kicker von Eintracht Frankfurt im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach Blut riechen oder vom Balkon springen werden ist trotz des Neu-Trainers Albert Riera unwahrscheinlich. Allerdings sollte es gegen schwächelnde Gladbacher für einen Heimsieg reichen.

Das Werder Bremen ausgerechnet gegen die Bayern den Turnaround schaffen, ist unwahrscheinlich. Aber: Die Bayern haben gegen Augsburg und HSV Federn gelassen. Allerdings taumelt Bremen ganz gefährlich in Richtung Abgrund. Dazu hat es den Eindruck als hätte man in Bremen nicht die vielzitierte Gelassenheit, sondern eher eine gewisse Lethargie.

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Der SC Freiburg hat zwar Tuchfühlung zu den internationalen Plätzen, im Vergleich zur letzten Saison wirkt man aber alles andere als gefestigt. Bei Hoffenheim ist es das genaue Gegenteil. Außerdem brauchen die die Punkte, um sich für die Champions League zu qualifizieren.

Sollte der HSV zuhause gegen Union Berlin dreifach punkten, wären das ganz wichtige Punkte für den Klassenerhalt. Union, allen voran Ex-HSV-Coach Steffen Baumgart, wird das verhindern wollen. Es droht ein eher rustikales und ausgeglichenes Spiel.

Beim VfB Stuttgart hat man nach der Niederlage gegen St. Pauli sicher noch Wut im Bauch. Bei den Kölnern müsste an diesem Tag aber alles zusammenlaufen, wenn die Punkte mitnehmen will.

Wenn der 1.FC Heidenheim beim Kampf um den Klassenerhalt noch mitreden will, braucht es einen Auswärtssieg in Augsburg.

Für den VfL Wolfsburg gilt das gleiche wie bei Werder Bremen. Von der Qualität dürften sie dort eigentlich nicht stehen, allerdings braucht es Punkte um die Negativspirale zu durchbrechen. Warum das aber ausgerechnet in Leipzig passieren sollte, kann wohl niemand sagen.

In der zweiten Bundesliga stellt sich die Frage ob sich im ersten Freitagsspiel Fortuna Düsseldorf weiter von den Abstiegsplätzen absetzen kann, oder ob die Preußen eine andere Mannschaft auf den Relegationsplatz schicken können. Not gegen Elend? Mitnichten, eher ein offenes Spiel. Beide Mannschaften haben die Qualität, es dem anderen schwer zu machen.

Ach ja, Miro Klose. Da war ja was, Der Weltmeister hat seinen Vertrag beim Club verlängert, auch wenn Teile ihn in Nürnberg kritisch sehen. Die Entwicklung des Vereines storniert, am Ende ist genau das aber eine Qualitätsfrage. Die Qualität für Punkte gegen den KSC wären aber da,.

Auch wenn die Fürther am letzten Spieltag gegen Magdeburg offensiv fast explodiert wären, ist das Spiel beim 1.FC Kaiserslautern eine andere Nummer. Wenn die Gastgeber das mit dem Aufstieg ernst nehmen, müssen sie gegen Fürth gewinnen.

Spannendes Duell zwischen Hertha BSC und Hannover 96. Der Hauptstadtclub muss gewinnen, sonst kann man den Aufstieg abschreiben.

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Eintracht Braunschweig droht, wieder ganz aktiv in den Abstiegskampf einzusteigen. Blöd, das ausgerechet jetzt der Tabellenführer aus Darmstadt kommt.

Dynamo Dresden, eine der Topmannschaften aus der Rückrunde, trifft auf den SV Elversberg. Auf dem Papier klar, wäre da nicht die Sache mit der Rückrundentabelle.

Am Sonntag müssen die zuletzt schwächelnden Schalker bei Holstein Kiel antreten, der 1.FC Magdeburg trifft auf Arminia Bielefeld und der VfL Bochum im Westfalenduell auf den SC Paderborn.

Keine Chance für homophobe Gewalt

Nicht nur die Zuschauer im Kölner RheinEnergy-Stadion haben es mitbekommen, als ein Köln-Fan und Amateur-Schiedsrichter seinem Lebensgefährten im Stadion einen Heiratsantrag gemacht haben, auch die Fernsehzuschauer waren Zeuge des Antrags.

Nach dem öffentlichen Antrag kamen Vorwürfe gegen den Schiedsrichter ans Licht: Ehemalige Arbeitskollegen konfrontierten den Aktivisten mit schweren Vorwürfen. Zwischenzeitlich klang es so, als würde man nach ihm fahnden. Völliger Unsinn und ein Zeichen von einer fehlgeleiteten Kommunikation der Behörden.

Was aber kein Unsinn sein soll ist die Tatsache, dass seine Adresse und sein Klarname im Internet veröffentlicht wurden mit dem Aufruf „ihn zu besuchen“. Das ist dann tatsächlich auch passiert, drei Männer haben ihn vor seiner Wohnung angegriffen und brutal zusammengeschlagen.

Danach kam es noch zu einem weiteren Angriff, bei dem er von zwei Männern angespuckt und in die Rippen geschlagen wurde. Der Staatsschutz ermittelt und prüft ein homophobes Motiv.

Die Nachricht über den Anschlag hat mich fassungslos zurückgelassen. War es ein homophobes Motiv? Wie asozial und menschenfeindlich kann man sein, Menschen wegen ihrer sexuellen Neigung anzugreifen und sie zu verprügeln. Ich hoffe die Polizei und der Staatschutz finden die Täter und ermitteln auch gegen denjenigen, der die Adresse öffentlich machte.

Quellen:

Attacke auf Pascal Kaiser: Staatsschutz der Kölner Polizei ermittelt

Wende nach Heiratsantrag im Kölner Stadion – Staatsanwalt ermittelt!- DerWesten.de

Attacke auf Pascal Kaiser: Staatsschutz der Kölner Polizei ermittelt

Köln | Pascal Kaiser wieder attackiert: Anwalt nennt Details

Was ist denn da auf Schalke los?

Beim FC Schalke 04 wird es lauter. Das hat mit der sportlichen Situation in der 2. Bundesliga und dem Einbüßen der Spitzenposition aber erstmal nichts zu tun. Schalke-Fans und allen voran die Ultras, haben ein Problem damit, dass Clemens Tönnies als Mitglied des Ehrenrates vorgeschlagen wurde. Über die Form der Kritik kann man sicher streiten, allerdings ist die Kritik an der Person Tönnies definitiv gerechtfertigt. Die Kritik bezieht sich nur auf die Zeit von Clemens Tönnies beim FC Schalke 04. Bei eine Rede vor IHK-Vertretern gab es rassistische Vorfälle, dazu das Bedingungen, unter denen die Mitarbeiter von Tönnies auf seinen Schlachthöfen leben und arbeiten mussten. Dazu hatten die Schalker Schulden angehäuft, die sie fast erdrückt haben. Allerdings gehört Tönnies mit der Firma Böklunder auch heute noch zu den Schalke-Sponsoren.

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Auf Schalke war Tönnies zuletzt kein Thema mehr, die Diskussionen um Tönnies kommen nicht nur zur Unzeit, sondern sind schlicht überflüssig. Der FC Schalke 04, allen voran der Ehrenrat, hätte klare Kante zeigen müssen. Clemens Tönnies hat für mich, und offenbar auch für viele andere, in einem öffentlichen Amt nichts zu suchen. Das man das auch anders kund tun kann, als die Schalke-Ultras gehört aber auch zur Wahrheit.

Quellen:

sponsoren schalke 04 – Suchen

„Milliardenschweres Ekelschwein“: Fan-Proteste gegen Tönnies: Hitzige Diskussionen auf Schalke | sportschau.de

Die Erkenntnisse nach dem 21. Spieltag

Die Bundesliga biegt nach dem 21. Spieltag zwar noch nicht auf die Zielgraden ein, dennoch sind rund zwei Drittel der Saison 2025/2026 gespielt. Entschieden ist noch nichts, dennoch wurde die, die auf etwas mehr Spannung im Titelrennen gesetzt haben, bitter enttäuscht. Der Verfolger aus Dortmund hat seine Hausaufgaben zwar gemacht, die Bayern aber eben auch. Bei den Bayern war es ein überragender Luis Diaz, der drei Treffer erzielt hat und eine rote Karte, über die man diskutieren sollte. Die Vermeidung von Doppelstrafen, hier Elfmeter plus rote Karte, scheint aktuell nicht mehr „en vogue“ zu sein. Am Ende brach den Hoffenheimern der Doppelschlag vor der Pause das Genick.

Der VfB Stuttgart (1:2 gegen St. Pauli) und Bayer Leverkusen (1:1 gegen Borussia Mönchengladbach) können im Kampf um die Champions League-Plätze keinen Boden gut machen. In Frankfurt (1:1 gegen Union Berlin) kann man auch mit neuem Trainer nur von Europa träumen, dafür hat der HSV durch das 2:0 gegen Heidenheim einen wichtigen Sieg geholt. Für die Heidenheimer sind es inzwischen sieben Punkte Abstand bis zum rettenden Ufer. Möglich ist der Klassenerhalt zwar immer noch, allerdings fehlt mir dafür die Phantasie. St. Pauli sendet ein Lebenszeichen, Werder Bremen nicht. Derweil ist man sich an der Weser, was die Qualität angeht, zwischen Mannschaft und Führung nicht einig. Ein Blick auf die Tabelle kann helfen, schließlich sind die Bremer nur zwei Punkte von einem direkten Abstiegsplatz entfernt. Die 1:0-Niederlage gegen Freiburg sorgt da auch nicht für einen Hoffnungsschimmer. Den gibt es in Wolfsburg auch nicht. Die Chancen auf den Sieg sollen zwar dagewesen sein, die Punkte sind allerdings futsch. Nur eine Frage der Zeit, bis Bruno Labbadia übernimmt.

Dafür macht Urs Fischer bei Mainz 05 Urs Fischer-Sachen und führte die Mannschaft heimlich, still und leise auf Tabellenplatz Nr. 14. Respekt.

Schalke gibt Tabellenführung ab

Die Königsblauen geben in der zweiten Liga die Tabellenführung ab. Und das ausgerechnet gegen das Kellerkind aus Dresden und trotz 2:0-Führung und Dzeko-Doppelpack. Das Problem liegt, im Gegensatz zur Hinrunde, aber eher im eigenen Strafraum. In den letzten drei Spielen musste Schalke jeweils zwei Tore hinnehmen. Die Steilvorlage nahm Darmstadt 98 gerne auf und fertigte den 1.FC Kaiserslautern mit 4:0 ab. Lautern verabschiedet sich damit erstmal aus dem Aufstiegsrennen. Der SC Paderborn bleibt nach dem 2:1 gegen Club in Lauerstellung und die Hertha zeigt, dass mit ihr, nach dem 3:0 in Elversberg, weiter zu rechnen ist. Die beiden Kellerkinder aus Fürth und Magdeburg hatten offensichtlich keinen Bock aufs Verteidigen, Magdeburg gewinnt gegen Fürth mit 5:4, Münster rutscht trotz dem Punktgewinn gegen den VfL Bochum auf den Relegationsplatz, dafür holt Bielefeld einen wichtigen Sieg gegen Eintracht Braunschweig.

Eine russische Rückkehr darf es nicht geben

Wenn es nach FIFA-Boss Gianni Infantino gehen würde, hätte man den Ausschluss der russischen Auswahlmannschaften bereits wieder zurückgenommen buw. Ihn aufgeweicht. Der oberste Fußball-Funktionär hat sich öffentlich für eine Rücknahme des Bannes ausgesprochen. Bei Jugendmannschaften ist für bereits gesetzt. Seiner Meinung nach würde es helfen, wenn russische Jugendfußballer*innen gegen andere Nationalmannschaften spielen würden. Bei der aktuellen politischen Lage und putinschen Brainwashing ist das jedoch totaler Unsinn. Freie Meinungsäußerungen sind den Sportler*innen aus Putins Reich eh nicht mehr gestattet.

Für den ukrainischen Fußballverband ist klar, dass eine Rückkehr von russischen Mannschaften auf die Weltbühne erst nach dem Ende des Krieges möglich ist. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha wird deutlich: „679 ukrainische Mädchen und Jungen werden nie Fußball spielen können – Russland hat sie getötet. Und es tötet weiter, während moralische Degenerierte vorschlagen, die Sanktionen aufzuheben, obwohl Russland seinen Krieg nicht beendet hat. Künftige Generationen werden dies als eine Schande betrachten, die an die Olympischen Spiele 1936 erinnert.“

Kurz nach dem Überfall hat die FIFA gemeinsam mit der UEFA alle laufenden Wettbewerbe für russischen Mannschaften gesperrt. Allerdings ist das nicht der erste Vorstoß Infantinos, bereits im letzten Jahr wagte er einen Vorstoß.

Auf Grund der Tatsache, dass Russland keine Anstalten macht, den Krieg in der Ukraine zu beenden und auch das Verhältnis zu NATO und EU nach wie vor extrem gestört ist, darf es für die Russen keine Rückkehr geben.

Quellen:

https://www.n-tv.de/sport/fussball/Ukraine-nennt-FIFA-Boss-moralisch-degeneriert-id30318163.html

Schluss mit X

Es gibt viele, wenn nicht zahllose Gründe die Plattform X, zuvor Twitter, zu kritisieren. Seit Elon Musk die Plattform übernommen hat, hat die Verbreitung von Rechtsextremismus, Antisemitismus, Desinformation, Verschwörungstheorien und russischer Propaganda deutlich zugenommen. Außerdem lautet Vorwurf, „Beihilfe bei der Verbreitung sexualisierter Bilder Minderjähriger“ geleistet zu haben. Genau deswegen kam es jetzt in Paris zu einer Durchsuchung der Büros des Netzwerkes. Besitzer Elon Musk und die ehemalige CEO Linda Yaccarino wurden als Zeugen vorgeladen.

Musk hatte über sein Netzwerk mehrfach, auch in Deutschland, in Wahlkämpfe eingegriffen. Dazu wurde der Algorithmus geändert. Ermittlungen gibt es nicht nur in Frankreich, sondern auch in den USA, Australien, Kanada, Indien und Großbritannien. In Indonesien, Malaysia und auf den Philippinen wurde X sogar zeitweise gesperrt.

Zahlreiche Prominente, Politiker*innen und Organisationen haben X bereits verlassen. Gleiches gilt auch für Fußballvereine in Deutschland. Der FC St. Pauli ist bereits seit November 2024 nicht mehr bei X. Man begründet den Schritt damit, dass X Rassismus und Verschwörungstheorien verbreitet und Beleidigungen oder Bedrohungen als Meinungsfreiheit verkauft werden. Damals ging es auch um die Rolle von Musk in der US-Regierung. Ins gleiche Horn stößt der SC Freiburg. Die Breisgauer geben an, dass die Werte, für die der Verein steht, bei X „mit Füßen getreten“ werden. Gleiches gilt für die Verantwortlichen beim SV Werder Bremen, die quasi zeitgleich mit den beiden Konkurrenten die Plattform hinter sich gelassen haben.

Die meisten Vereine sind noch bei X und begründen das mit der großen und auch internationalen Reichweite. Allerdings kommt aus der Fanszene immer mehr Kritik daran. Bei VfL Bochum startet der Fanclub „Linksdrall“ eine Initiative, um den Verein zu einem Ausstieg bei X zu bewegen.

Mein Fanclub geht voran: Wir fordern den @vfl-bochum.de mit dem Schreiben vom gestrigen Montag dazu auf, X endlich zu verlassen und es anderen Vereinen wie dem @fcstpauli.com gleichzutun.Wir warten mit Spannung auf eine Reaktion unseres Vereins! #meinVfL #tiefimWesten #vflbochum #Linksdrall

Anna-Lena (@halloalo.bsky.social) 2026-02-03T19:55:26.997Z

Die Gründe sind deckungsgleich mit denen, die die genannten Konkurrenten dazu bewogen haben X zu verlassen. Dazu kommen die bereits aufgeführten Vorwürfe in Sachen KI. Eigentlich hätte der Verein, so wie andere Vereine auch, selber darauf kommen müssen, dass X kein soziales Netzwerk, sondern nur noch ein Ort für Hass, Gewalt, Beleidigungen, Bedrohungen, Verschwörungstheorien, Propaganda und die Verbreitung von Pornografie ist.

Quellen:

https://www.spiegel.de/netzwelt/x-ermittler-durchsuchen-pariser-buero-von-elon-musks-unternehmen-a-1e4157f9-da3a-47a7-b21b-a6cdd70eb2d2

https://www.fcstpauli.com/news/der-fc-st-pauli-verlasst-x

https://www.scfreiburg.com/aktuell/nachrichten/verein/2024/25/sc-beendet-aktivitaeten-auf-x

https://www.werder.de/news/maenner/2024-2025/pm-x-18112024

Koan Titelrennen

Die Bayern schwächeln: Eine Woche nach der 1:2-Niederlage gegen den FC Augsburg, konnte der Tabellenführer auch beim Hamburger SV nicht dreifach punkten. In der Rückrundentabelle liegt man sogar nur auf dem achten Platz. Damit hat man in diesem Jahr genauso viele Punkte eingefahren, wie der FSV Mainz 05 und Bayer Leverkusen. Die Offensive funktioniert zwar, hier hat man bei acht Treffern den zweitbesten Angriff, die fünf Gegentore sind aber für einen Tabellenführer und auch fürs bayrische Selbstverständnis zu viel. Damit hat man genauso viele Gegentore gefressen, wie Werder Bremen, St. Pauli und der VfL Wolfsburg. Mehr Gegentore gab es nur für RB Leipzig, den 1.FC Heidenheim, Union Berlin (jeweils sieben Gegentore) und Eintracht Frankfurt (neun Gegentore).

In der Gesamttabelle führen die Bayern immer noch mit komfortablen sechs Punkten. Wird die Liga nun spannend, haben wir gar einen offenen Titelkampf? Mitnichten. Auch wenn die Dortmunder erster Verfolger sind, ist der BVB alles andere als ein Titelkandidat. Souverän waren die Siege gegen Heidenheim (3:2) und St. Pauli (3:2) auf keinen Fall. In Dortmund diskutiert man eher über den Kovac-Ball als über die Meisterschaftsoptionen.

Doch wie lässt sich der bayrische Niedergang erklären? Zum einen haben die Bayern keine ernsthafte Konkurrenz. Die Spannung ist trotz der kurzen Schwächeperiode raus. Die Übergabe der Meisterschale könnte man getrost aufs nächste Wochenende vorziehen. Da spiele die Bayern im Übrigen gegen Verfolger Nummer 3, die TSG Hoffenheim, die Dortmunder spielen da gegen Dortmund.

In der Bundesliga kann den Bayern niemand das Wasser reichen. Das mag bedauernswert sein, am Ende ist das aber Fakt. Für Europa, und um nichts anderes geht es den Bayern, gilt das nicht. In der Champions League haben sich die Bayern gemeinsam mit Arsenal, Liverpool, Tottenham, Barcelona, Chelsea, Sporting Lissabon und Manchester City direkt fürs Achtelfinale qualifiziert. Damit spart man sich immerhin die Playoffs. Dort ermitteln Bayer Leverkusen, der BVB, Atalanta Bergamo und Olypiakos Piräus, wer gegen die Bayern antreten muss.

Auch hier wird es für die Bayern wahrscheinlich noch reichen, für viel mehr allerdings nicht.

Schalker Schwächen werden deutlicher

Die Erkenntnis nach 20 Spieltag in der 2. Bundesliga ist die, das noch nichts entschieden ist. Am Berger Feld sollte man das Festkomitee für die Aufstiegsfeiern nicht zu früh installieren. Aber Schalke ist weiterhin Tabellenführer, obwohl man in der Meisterschaft zuletzt gegen den 1.FC Nürnberg gewinnen konnte. Und das ist auch schon wieder rund sechs Wochen her. Schalke hat in der Hinrunde überperformt. Dass was die Mannschaft in der Rückrunde stark gemacht hat, zeigt sie aktuell nicht. Vorne war die Offensive auch im alten Jahr ausbaufähig, zuletzt galt das aber auch für die eigene Box. In den Spielen gegen Bochum und Kaiserslautern kassierte man insgesamt vier Gegentore. Das war nicht nur für den Spitzenreiter, sondern auch für die eigenen Ansprüche zu wenig. Der Hype um Edin Dzeko hat von den Schwächen abgelenkt, im Spiel gegen den VfL Bochum waren die, auch mit Dzeko, aber nicht zu übersehen.

Aus dem engeren Verfolgerfeld konnte lediglich Elversberg seine Partie gewinnen, sowohl Darmstadt (2:2) gegen Hertha als auch Paderborn (1:2) gegen Düsseldorf, konnten ihre Partien nicht gewinnen. Hannover kann sich nach dem 2:1-Sieg gegen Magdeburg als Gewinner fühlen, genauso wie der VfL Bochum. Nach zahlreichen Unentschieden, allerdings gegen die Spitzenteams der Liga, konnte man endlich wieder einen Sieg einfahren und sich dadurch auf den achten Platz vorschieben.

Mit dem Aufstieg werden sie wohl nichts mehr zu tun haben, das käme auch zu früh. Der Kader ist für die zweite Bundesliga ausgelegt, viele Leistungsträger sind aber nur ausgeliehen. Welche Gesichter die Mannschaft im nächsten Jahr prägen wird, ist überhaupt nicht absehbar. Aber der Derbysieg, nein kein Nachbarschaftsduell, wird Mannschaft und Verein beflügeln. Von Uwe Rösler und seiner Mannschaft dürfen wir noch einiges erwarten.

Das nicht vorhandene Mittefeld, dazu gehören am ehesten Bochum, Nürnberg und der KSC, kann man schnell übergehen, denn am Ende wird es ebenfalls eng. Von Kiel und Braunschweig sind es nur vier Punkte bis zu den Plätzen 16 und 17. Und Dynamo Dresden ist als Tabellenletzter ebenfalls nur ein Pünktchen dahinter.

Richtungsweisend wird der nächste Spieltag noch nicht, allerdings können die Schalker mit einem Sieg gegen Dresen ihre Tabellenführung verteidigen, die Dresdener auf der anderen Seite aber eben auch für einen echten Befreiungsschlag sorgen. Auch die Spiele Braunschweig gegen Bielefeld und Fürth gegen Magdeburg können den Tabellenkeller erstmal kräftig durcheinander bringen.

Krösche kann nur Rock´n roll

In Frankfurt hätte man es sich einfach machen können. Nach der Trennung von Trainer Dino Toppmöller wurden einige Namen diskutiert, die man sich durchaus hätte vorstellen können. Marco Rose war einer dieser Namen. Auch über Xavi Alonso hat man spekuliert. Doch das war Markus Krösche, Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt wohl zu langweilig. Möglicherweise war es aber auch so, dass die genannten Kandidaten für den Eintracht-Verantwortlichen einfach nicht gepasst haben. Stand jetzt (29.01.2026) ist zwar noch nichts offiziell, aber die Gerüchte verdichten sich, dass Albert Riera der neue Übungsleiter der Adlerträger wird. Albert wer? Albert Riera! Ich würde behaupten, dass Riera den wenigsten Experten und Pseudo-Experten bekannt war. Aber Krösche wäre eben nicht Krösche, wenn er nicht was besonderes aus seinen Hut zaubern würde.

Doch wer ist Riera denn nun. Albert Riera Ortega, so sein voller Name, ist gebürtiger Spanier. Er stammt aus Manacor, einem Örtchen im Osten Mallorcas. Die Stadt ist nicht nur für seine Strände, sondern auch für sein Höhlensystem bekannt. Bei seiner Herkunft ist es kein Wunder, dass der RCD Mallorca seine erste Profistation war. Später spielte der Mittelfeldakteur für Bordeaux, Espanyol Barcelona, Manchester City, Liverpool, Olympiakos Piräus, Galatasaray, Udinese, NC Zavrc und den FC Koper. Seine Trainerlaufbahn startete er als Co-Trainer bei Galatasaray Istanbul und übernahm später Olimpia Ljubiljana, NK Celje und Bordeaux. Aktuell arbeitet der 43-jährige, der neben der spanischen auch die russische Staatsangehörigkeit besitzt, bei NK Celje.

Klingt auf den ersten Blick nun erstmal nicht so besonders. Riera gilt als emotional und explosiv. Andere sagen er sei respektlos und arrogant. In Frankreich hat Riera nach seiner Zeit in Bordeaux nicht das beste Ansehen. Er soll gegnerische Trainer respekt behandelt haben und seine Qualitäten in den Vordergrund gestellt haben. Jeder weiß, dass er ein Trainer ist, dem es an Bescheidenheit mangelt und der besonders viele meiner Kollegen auf dem Platz respektlos behandelt hat. Er ist ein junger Trainer, den ich nicht kannte, er hat mich unangenehm überrascht, aber ich bin nicht der Einzige“, wurde Trainer Patrice Garande bei fussballtransfers.com zitiert.

Sein ungewöhnliches Auftreten ist durchaus im Netz dokumentiert. Eine Mischung zwischen Diego Simeone, Motivationscoach und dem verrückten Onkel auf der Familienfeier. Die Lösung kann ein genialer Schachzug sein, kann aber gnadenlos scheitern. Man darf gespannt sein.

Quellen:

Manacor – Wikipedia

Albert Riera – Wikipedia

Albert Riera – Trainerprofil | Transfermarkt

„Arrogant & kompliziert“: Harte Urteile über Riera

Eintracht Frankfurt: Albert Riera soll neuer Trainer werden – Auf Krawall gebürstet – 11FREUNDE

In Bremen wird es unruhig

Werder Bremen konnte auch, und das trotz langer Überzahl, im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim nicht punkten. Man muss kein Prophet sein um vorherzusagen, dass die Bremer immer tiefer in den Abstiegskampf geraten. Deswegen wird es bei den Bremern in den Wochen eher ungemütlich werden. Auch wenn Clemens Fritz, Geschäftsführer Fußball bei Werder Bremen seinem Coach Horst Steffen noch eine Jobgarantie gab, müssen an der Weser dringend Siege her. Die Fans haben ihren Unmut nach der Niederlage gegen Hoffenheim durch ein Pfeifkonzert deutlich gemacht, aber die Verantwortlichen bewahren, zu mindestens öffentlich, die Ruhe.

Punktgleich mit dem Nordrivalen aus Hamburg liegt man nur noch einen Platz vor der Relegation, den aktuell der FSV Mainz 05 belegt. Im Gegensatz zu Werder Bremen sind die Mainzer nach dem Trainerwechsel deutlich im Aufwind und der HSV hat im Nachholspiel gegen Leverkusen zumindest theoretisch die Chance, die Bremer auf Abstand zu halten.

Aktuell liegt das Problem der Grün-Weißen im gegnerischen Strafraum. In fünf der letzten sechs Spiele konnte die Werder-Offensive keinen Treffer erzielen und die Abwehr der Bremer ist nicht immer so stabil, dass in bester Huub Stevens-Manier hinten die Null steht. Ja, die Bremer haben Verletzungssorgen, die dürfen aber nicht die einzige Ausrede sein. Von der Leihe von Victor Boniface haben sich alle mehr versprochen, liefern konnte der Nigerianer allerdings nie. Als Ersatz holten die Norddeutschen den Serben Jovan Milosevic. Der steht beim VfB Stuttgart unter Vertrag spielte aber vorher für Partizan Belgrad in der serbischen Super Liga.

Am übernächsten und dem darauffolgenden Spieltag müssen die Bremer beim SC Freiburg und gegen Bayern München ran. Genau deswegen ist das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach richtungsweisend. Mit einem Sieg gegen die Fohlen würde man sich etwas Luft verschaffen. Gelingt das nicht, wird es eng für Werder Bremen, Horst Steffen und auch für Clemens Fritz.

Quelle:

Fritz spricht Steffen Job-Garantie aus – kicker

Jovan Milosevic – Spielerprofil 25/26 | Transfermarkt

Gewalt ist asozial

Es gibt Spiele, da nimmt man seine Familie mit und es gibt Spiele, bei denen man am besten gleich zu Hause bleibt. Die Zweitliga-Partie zwischen dem 1.FC Magdeburg und Dynamo Dresden gehört zur letzten Kategorie. Aber auch unter anderen Vorzeichen wäre die Wahrscheinlichkeit gering, mich in der Magdeburger MDCC-Arena zu finden. Auf jeden Fall haben Sicherheitskräfte die Partie als Hochrisikospiel eingruppiert. Am Ende stehen 64 verletzte Polizisten, von denen 17 im Krankenhaus behandelt werden mussten. Gewalt soll es aber nicht nur auf den Tribünen, sondern auch vor dem Stadion gegeben haben.

Bereits vor und während der Partie wurde Pyrotechnik gezündet. In der Halbzeit versuchten die „Fans“ aus Magdeburg zum Gästeblock der Dresdener vorzudringen. Die Polizei wurde nicht nur mit Pyrotechnik, sondern auch mit Gullydeckeln, Absperrgittern und Steinen angegriffen. Allesamt Straftaten, die nicht nur im Stadion nichts zu suchen haben. Juristisch gesehen ist das Ganze nicht nur schwere Körperverletzung, sondern auch Landfriedensbruch. Einigkeit dürfte darüber bestehen, dass die Verursacher hart bestraft werden müssen. Stadionverbote reichen hier definitiv nicht aus.

Wie der 1.FC Magdeburg in einer Stellungnahme mitteilt, will man die Vorfälle gemeinsam mit den Sicherheitsbehörden aufarbeiten und verurteilt gleichzeitig die Gewalt, die von den eigenen Fans kam.

Grundsätzlich ist die Stadionsicherheit nicht nur ein Problem für die Vereine, sondern für unsere Gesellschaft. Gewalt darf in keinster Weise toleriert werden. Das gilt grundsätzlich für die Fans der Heimmannschaft. Gleiches gilt natürlich auch für Gäste und Sicherheitsbehörden. Auch der DFB muss sich stärker einbringen. Ja, Kollektivstrafen sind Mist, allerdings würde sich das Problem bei Spielabbrüchen und Punktabzügen schnell von selber erledigen.

Quellen:

Ausschreitungen bei FCM-Spiel gegen Dresden: Stahlknecht fordert Haftstrafen | MDR.DE

Stellungnahme des 1. FC Magdeburg: 1. FC Magdeburg

Eisenstangen, geräumte Blöcke und Polizeigewalt

Es ist das, was niemand sehen will: Am letzten Donnerstag, kam es am siebten Spieltag der UEFA Europa League vor dem Spiel zwischen dem FC Utrecht und und dem KRC Genk zu Szenen, die in und vor einem Fußballstadion nichts zu suchen haben. Doch was war passiert? Wie die Sportschau berichtet, haben sich 300 Anhänger (gendern ist hier nicht nötig) Zugang zum Gästeblock des Stadion Galgenwaard verschafft. Einer sogenannten Identitätskontrolle und einer Personenkontrolle haben sie sich entzogen. Nach Angaben des KRC Genk sollen es aber „nur“ mehrere Dutzend gewesen sein. Schlimm genug. Auch der Aufforderung, die Kurve zu räumen, kamen die Belgier (gendern immer noch nicht nötig) „überraschenderweise“ nicht nach.

Der KRC Genk verurteilt das Vorgehen der Partei und spricht von unverhältnismäßigem Vorgehen der niederländischen Polizei und von Polizeigewalt. Im Stadion Galgenwaard wurde die Toilettenanlage zerstört und und Sitze im Gästeblock aus der Verankerung gerissen. Vermutlich haben sich die gewaltbereiten Zuschauer dadurch mit Eisenstangen bewaffnet, mit denen sie am Ende die Polizisten angegriffen haben. Am Ende wurden 1.200 Zuschauer aus Belgien ausgeschlossen und die Partie begann 53 Minuten später.

Die Zeitung „Het Laatste Nieuws“ aus Antwerpen zitiert Augenzeugen, die berichten, dass auch normale Anhänger und Senioren verprügelt wurden. Beide Vereine wollen die Eskalation mit den Behörden aufarbeiten. Scheint sinnvoll zu sein, schließlich kommt es, nicht nur in den Niederlanden, immer wieder zu Eskalationen zwischen sogenannten Fans und den Sicherheitsbehörden. Nicht das wir uns falsch verstehen. Die Straftäter müssen überführt und mit aller Härte verurteilt werden. Aber Gewalt gegen Unschuldige kann niemals ein Mittel der Wahl sein. Der KRC Genk will den „normalen Fans“, denen der Zutritt verwehrt wurde, will der Verein Reise- und Ticketkosten erstatten.

Bereits beim Auswärtsspiel des VfB Stuttgart in Deventer wurde das Vorgehen der niederländischen Polizei kritisiert. Damals gab es ein Betretungsverbot der Stadt Deventer für die schwäbischen Fußballfans. Während die VfB-Verantwortlichen damals Kritik äußerten, verteidigte der Bürgermeister das Verhalten seiner Behörden.

Quellen:

Genk klagt über eigene Anhänger und Polizeigewalt: Polizei in Utrecht schließt alle Gästefans aus | sportschau.de

🚨💥 Politie veegt uitvak Galgenwaard leeg | RTV Utrecht – YouTube

Reactie op buitensporig politiegeweld op KRC Genk fans in Utrecht | KRC Genk

Reactie na onregelmatigheden in uitvak FC Utrecht | KRC Genk

Der Halbtags-Kanzler

Der Kanzler war am letzten Spieltag im Westfalenstadion und damit Zeuge des späten 3:2-Erfolges der Dortmunder gegen den FC St. Pauli. Am Ende bejubelte er gemeinsam mit 81.364 anderen Zuschauern nicht nur den späten Elfmeter von Emre Can, sondern auch den dreifachen Punktgewinn. Nach eigenen Angaben soll es der erste Sieg der Dortmunder sein, den Merz im Stadion mitbekommen hat. Na dann, herzlichen Glückwunsch. Hoffentlich hat sich der Kanzler nicht verkühlt, aber immerhin trug er einen schwarz-gelben Fanschal. Ein kranker Regierungschef wäre fatal, schließlich behauptet er doch, dass die Arbeitnehmer in Deutschland zu viel und zu oft krank machen würden. Die telefonische Krankmeldung will er genauso abschaffen. Die AOK geht allerdings nicht davon aus, dass die hohe Krankenquote an der Möglichkeit liegt, sich telefonisch krank zu melden. Die sieht den Grund eher darin, dass die Fehlzeiten durch die elektronische Krankschreibung lückenlos erfasst werden. Ins gleiche Horn bläst die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK). Wahrscheinlich ist es aber eher so, dass die meisten Arbeitnehmer*innen vor allem in der Pflege und im Gesundheitssystem hart am Limit arbeiten. Ohne den persönlichen Einsatz wäre das System wohl nicht mehr zu halten. Eine Tatsache, vor dem man im Kanzleramt bewusst die Augen schließt. Polemik geht in diesen Tagen eindeutig vor Sachpolitik. Aber wer sich in der Merz-Bubble bewegt hat davon keine Ahnung oder es ist ihm schlichtweg egal.

Fast genauso gerne redet der Kanzler über den mangelnden Einsatz der Deutschen. Wir hätten zuviel Freizeit. Anstatt auf eine Worklife-Balance zu achten, sollen wir knüppeln. Ohne Rücksicht auf der Verluste. Wenn der Kanzler davon spricht, dürfen wir uns natürlich die Frage stellen, ob im Kanzleramt alle Vorgänge abgearbeitet sind oder ob der Kanzler nicht doch zu viel Freizeit habe oder Merz als Teilzeit-Kanzler regiert.

Eintracht Frankfurt trennt sich von Dino Toppmöller

Dino Toppmöller ist nicht mehr Trainer von Eintracht Frankfurt. Das gab die Eintracht nach dem 3:3-Unentschieden gegen Werder Bremen bekannt. Treueschwüre von Sportvorstand Markus Krösche gab es nach der Partie nicht. Spätestens als durchsickerte, dass Krösche den Aufsichtsrat um ein Gespräch bat, war klar dass die Zeit von Toppmöller in Frankfurt endete. Die Verantwortlichen waren mit dem Start ins Jahr genauso unzufrieden, wie mit der gesamten Hinrunde. Der Champions League-Platz in der letzten Saison hat die Erwartungshaltung deutlich nach oben geschraubt.

In der Tabelle liegt man zwar noch in Schlagdistanz zu den internationalen Plätzen, auf Platz vier, den letzten Platz der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt, beträgt der Rückstand sechs Punkte. Dabei ist nicht berücksichtigt, dass die Tabelle nach einigen Spielabsagen ein wenig aus den Fugen geraten ist.

Allerdings verrät der Blick auf die Tabelle, wo sich die Problemzonen der Eintracht befinden. Eindeutig im eigenen Strafraum, mit 39 kassierten Gegentoren ist die Eintracht-Abwehr gemeinsam mit der des FC Heidenheim die, die die meisten Gegentore fressen musste. Auch der Torwartwechsel von Zetterer zu Santos zu Zetterer zu Santos hat die Abwehr zu keinem Zeitpunkt stabilisiert.

Das Grundproblem der Eintracht ist aber, dass im Mittelfeld eine stabilisierende Defensivkraft fehlt. Ellyes Skhiri, der diese Funktion am ehesten übernehmen könnte schien überfordert, personell nachgebessert hat man in diesem Mannschaftsteil zur Winterpause übrigens nicht. Dass die Frankfurter in den letzten Jahren, wenn auch gegen gutes Geld, ihre besten Spieler haben ziehen lassen ist sicher ein weiterer Punkt, der nicht zur Stabilisierung beiträgt.

Vorerst übernehmen Toppmöllers Amt, Fußballgott Alex Maier und Dennis Schmitt.

Ultra-Boykott in Berlin und gegenseitige Vorwürfe

Die Vorfreude auf die Partie zwischen Hertha BSC und Schalke 04 war bei allen Beteiligten groß. Die Schalker wollten ihren Spitzenplatz festigen, die Berliner wollten nochmal oben angreifen. Geklappt hat beides nicht. Auf den Rängen war auch nicht die übliche Stimmung, die Berliner Ultras haben noch ihre Choreo zum Todestag des ehemaligen Präsidenten Kay Bernstein präsentiert, ehe sie das weite Rund des Olympiastadions verließen. Die Schalker unterstützten den Boykott und waren erst zur zweiten Halbzeit wieder aktiv.

Aber warum? Die Fanhilfe von Hertha BSC berichtet in ihrer offiziellen Pressemitteilung von massiver Polizeigewalt. Es soll um eine grundlose Festnahme und Provokationen der Polizei gehen. Die Situation entstand im Eingangsbereich und später versammelten sich die Ordnungshüter im Eingangsbereich zur Kurve.

Photo by Dario Rawert on Pexels.com

Am Ende stehen 30 verletzte Zuschauer*innen die teilweise in die Notaufnahme mussten, andere wurden durch Sanitäter*innen behandelt. Man spricht von einer Eskalations- und Provokationsspirale, die im Stadion seit etwa sechs Monaten läuft. Es gab Dialoge zwischen Verantwortlichen auf beiden Seiten. Damit wollte man die Lage deeskalieren. Funktioniert hat das offensichtlich gar nicht.

Im offiziellen Polizeibericht wird die Lage natürlich völlig anders dargestellt. Im Eingangsbereichen wurde die Einsatzkräfte verbal beschimpft. Dagegen mit Gewalt vorzugehen, scheint mir aber nicht wirklich angemessen zu sein.

Angeblich wurde ein verirrter Schalker in der Berliner Kurve angegriffen, und der Polizei der Zugang verwehr, wodurch es zur Eskalation kam. Wie man sich als Schalker in die Berliner Kurve verlaufen kann, ist mir allerdings schleierhaft.

Hertha BSC teilt in einer offiziellen Meldung mit, dass auch vom Verein wahrgenommen wird, dass die Polizei nicht immer deeskalierend auftritt. Diese Beobachtungen hat man auch gegenüber der Polizei angesprochen.

Quellen:

Massiver Polizeiangriff gegen die Ostkurve | Fanhilfe Hertha B.S.C.

Ausschreitungen bei Fußballspiel – Berlin.de

Gemeinsame Stellungnahme von Präsidium und Geschäftsführung | Hertha BSC

Kevin Behrens macht Behrens-Dinge

Kevin Behrens? Da war doch was, oder? Ganz recht, gemeint sich aber nicht sein A-Länderspiel oder die insgesamt 200 Spiele in der ersten und zweiten Bundesliga, sondern sein Verhalten neben dem Platz. Bereits beim VfL Wolfsburg, seiner letzten Bundesliga-Station fiel er negativ auf, weil der sich geweigert haben soll, Rainbow-Trikots zu unterschreiben. Dazu kam eine homophobe Äußerung, für die er sich entschuldigen musste und auch finanziell sanktioniert wurde. Behrens wechselte anschließend ablösefrei zum FC Lugano in die Schweiz.

Dort wurde es ruhiger um ihn, bis er in einem Testspiel gegen Viktoria Pilsen seinen Mitspieler Georgios Koutsias wüst umwarf und ihn zusätzlich beleidigte. Der Auslöser der Aktion ist bisher nicht bekannt.

Behrens musste sich zwischenzeitlich bei seinem Verein, seiner Mannschaft und auch bei Koutsias entschuldigt. Behrens darf allerdings weiter für die Schweizer spielen, muss allerdings die höchste Strafe der Vereinsgeschichte zahlen. Konsequenz und das Verteidigen von Werten sieht am Ende anders aus.

In der schweizerischen Brack Super League liegt der FC Lugano nach 19 Spielen auf dem dritten Platz. Behrens wurde bisher in allen Partien eingesetzt und erzielte sechs Treffer.

Quellen:

Kevin Behrens – Spielerprofil 25/26 | Transfermarkt

Ende eines Missverständnisses: Behrens verlässt den VfL Wolfsburg | ndr.de

Kevin Behrens reagiert auf Eklat – so geht sein Klub nun vor

Ex-Nationalspieler-Spieler Kevin Behrens attackiert eigenen Mitspieler beim FC Lugano | Fußball News | Sky Sport

Niemand ist größer als der Verein, außer Vinicius Junior

Der Verein steht über allem. Das ist eigentlich gängige und gelebte Praxis. Grade in der Bundesliga, aber nicht nur dort. Doch einige wenige Egomanen im Fußball-Business schaffen es, eines der zehn Gebote auszuhebeln. Deswegen musste Xavi Alonso, ehemaliger Meistertrainer von Bayer Leverkusen den Trainerstuhl der Königlichen nach nur einem halben Jahr wieder räumen. Das verlorene Pokalfinale gegen den FC Barcelona mag für die Verantwortlichen das viel besungene Fass zum Überlaufen gebracht haben, die Demission des Übungsleiters begann aber schon viel früher.

Bei Alonsos Spielidee kommt es im Offensiv-Pressing auf jeden einzelnen an. Wer nicht mitzieht, wird ausgewechselt. So weit, so richtig. Einem der häufiger raus musste, gefiel das nicht. Und da machte Vinicius Jr. auch gar keinen Hehl raus. Bei jeder Auswechselung knallte es zwischen Coach und Offensivkünstler. Vinicius, so wird berichtet, soll eine Vertragsverlängerung unter Alonso ausgeschlossen haben.

Photo by Pablo Cordero on Pexels.com

Im Oktober hatte der Brasilianer nach seiner Auswechslung einen Wutanfall. Danach musste er sich entschuldigen. Das tat er auch, nahm seinen Trainer bei der Entschuldigung aber aus. Gemeinsam mit der sportlichen Leitung hätte Alonso durchgreifen und ein Zeichen setzen können. Doch die sportliche Leitung hatte sich da bereits von Alonso abgewandt, der am Ende keine Chance hatte.

Quellen:

Xabi Alonsos Aus bei Real Madrid: Vinís Wille geschehe – 11FREUNDE

https://www.11freunde.de/international/la-liga/vinicius-entschuldigt-sich-fuer-wutanfall

Gefährliche Dominanz des FC Bayern

Der FC Bayern ist, nicht erst seit gestern, in der Bundesliga das Maß der Dinge. Das 8:1 gegen den VfL Wolfsburg war nicht die erste Machtdemonstration der bajuwarischen Titeljäger. In der Tabelle hat man nicht nur elf Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten aus Dortmund sondern auch eine um 37 Treffer bessere Tordifferenz. Mit 63 Treffern hat den besten Angriff der Liga. Dabei ist die Offensive deutlich mehr als Harry Kane. Der netzte zwar schon 20 mal ein, aber die übrigen Treffer sind mehr oder weniger gleichmäßig auf Luis Diaz, Michael Oliseh (je neun Tore), Serge Gnabry (vier Tore), Raphael Guerrero, Nicolas Jackson, Lennart Karl (je drei Tore), Konrad Laimer, Josip Stanisic (je zwei Tore), Leon Goretzka, Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlovic, Jonathan Tah und Dayot Upamecano (je ein Tor) verteilt.

Doch die Bayern glänzten nicht nur vor dem gegnerischen Tor, sondern auch im eigenen Strafraum. Dabei ist es fast egal, ob Manuel Neuer oder Jonas Urbig das Torhüter, wer die Viererkette bildet und wer im Mittelfeld für defensive Stabilität sorgt. Die Bayern haben bei erst zwölf Gegentore die stabilste Verteidigung und liegen auch hier vor dem BVB (15) und RB Leipzig (19).

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Die klare Dominanz der Bayern, beziehungsweise die Schwäche der restlichen Liga, werden auf Dauer zum Problem. Auch wenn man durch die Champions League-Gruppenphase, sieht man vom Duell gegen Arsenal ab, durchmarschiert ist, kommen die wirklich harten Brocken erst nach der Gruppenphase. Die Spiele gegen Chelsea (3:1), Pafos FC (5:1), FC Brügge (4:0), Paris St. German (2:1) und Sporting Lissabon (3:1) haben keine Aussagekraft. Die hat die Niederlage gegen Arsenal (1:3) natürlich auch nicht.

Aber: Die Bayern müssen die Spannung hochhalten. Ein 8:1 gegen Wolfsburg hilft da aber nicht weiter. Und in Europa werden die Bayern, wenn es gegen die Top-Teams aus Spanien, England und Italien geht, deutlich mehr gefordert sein. Deswegen ist ein europäischer Titel nicht nur in diesem Jahr in ganz weiter Ferne.

Früher war nicht nur mehr Lametta

Früher, die älteren werden sich erinnern, gab es nicht nur mehr Lametta am Weihnachtsbaum, sondern auch mehr Schnee und richtige Winter. Damals ging die Winterpause noch bis in den Februar hinein, die Kicker der ersten und zweiten Bundesliga durften oder mussten, je nach Sichtweise, die Fans beim Hallenmaster bespaßen. Spiele sind dann, auch nach Beginn der Rückrunde, trotzdem noch ausgefallen. Dass bei Spielen in der Winterzeit, Plätze oder zu mindestens Linien geräumt wurden, versteht sich von selbst. Heute undenkbar, denn jedes Stadion der ersten beiden Ligen braucht zwingend eine Rasenheizung.

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Passieren kann das auch heute noch. Trotz Klimawandel und Rasenheizung. Da das Sturmtief „Elli“ vor allem im Norden ihr Unwesen trieb, mussten die Spiele zwischen Werder Bremen und der TSG Hoffenheim, sowie das Spiel zwischen dem FC St. Pauli und RB Leipzig abgesagt und verschoben werden. Das dürfte die DAZN-Marketingabteilung trotz Kälte ins Schwitzen gebracht haben. Die Spiele SC Freiburg – Hamburg, Union Berlin gegen Mainz 05 und Heidenheim gegen den 1.FC Köln sind weder was für Fußballnostalgiker noch für Fußball-Feinschmecker ein echter Leckerbissen. In der zweiten und dritten Liga ist übrigens noch Winterpause, sonst wären wohl noch mehr Spiele ausgefallen.

Das Problem ist in erster Linie nicht der Rasenplatz, sondern die An- und Abreise der Zuschauer über die Straßen, Autobahnen und Bahnhöfe bzw. die Zu- und Abgänge im Stadion. Sturmtief „Elli“ brachte bis zu einem halben Meter Schnee nach Norddeutschland, auch wenn die Wetterprognosen am Ende doch nicht ganz eingetreten sind, herrschte das pure Chaos. Bereits am Freitag hatte die Bahn den Fernverkehr in Richtung Nord- und Ostsee komplett eingestellt, auch im Regionalverkehr gab es massive Einschränkungen. Gefahren drohten auch durch Schneeverwehungen und Glatteis. Da in Bremen und Niedersachsen die meisten Menschen zuhause geblieben sind, war die Lage ruhig. Allerdings gab es in Bayern mehr Unfälle und am Ende sogar drei Todesopfer. Die Sicherheitsbehörden und auch die Krankenhäuser und Rettungssanitäter hatten auch ohne den Fußball genug zu tun, die Spielabsagen waren folgerichtig.

Quellen:

Sorge wegen Sturmtief „Elli“: Die Bundesliga und ihr altes Schneeproblem | sportschau.de

Wintersturm „Elli“ bringt Chaos – „Jahrhundert-Event“ bleibt aus

Klare Rollenverteilung zwischen Chelsea und Strasbourg

Der FC Chelsea hat mit Liam Rosenior einen neuen Trainer verpflichtet. Der war vorher bei Racing Straßburg, die mit Gary O´Neil ebenfalls einen neuen Übungsleiter verpflichtet haben. Damit könnte alle zufrieden und die Nachricht beendet sein. Ist sie aber nicht! Das Problem bzw. das Aufregungspotenzial besteht nämlich genau darin, dass beide Vereine einem Besitzer gehören. Der FC Chelsea gehört einer Gruppe um Todd Boehly, die auch den Racing Club de Strasbourgh Alsace übernommen haben. Boehly ist US-Amerikaner und soll ein Vermögen von 5,3 Milliarden Dollar besitzen.

Seit 2023, seit dieser Zeit sind Boehly und Co. Eigentümer des französischen Erstligisten, wechselten 15 Spieler zwischen beiden Vereinen hin und her. Auch zur kommenden Saison sind weitere Wechsel eingestielt. Innenverteidiger Mamadou Sarr kehrt von seiner Leihe nach London zurück und Kapitän Emmanuel Emegha wechselt ebenfalls zur Stamford Bridge.

Für die Fans von Racing Strasbourg ist das Maß voll. Sie sehen eine deutliche Unterwerfung ihres Clubs im Vergleich zum FC Chelsea. Durch das Multi-Club Ownershio Modell kam es bei den Franzosen zu einem klaren Riss zwischen Fans und Verein. Den Spielern wurde zuletzt sogar verboten, mit ihren Fans in der Kurve zu feiern.

Photo by Melisa Ahmed on Pexels.com

Die französichen Fans machen sich, nicht zu unrecht Sorgen um ihre Liga. Nizza und der FC Lorient gehören zur INEOS-Gruppe, die auch Anteile bei Manchester United hat, der ES Troyes AC aus der zweiten Liga gehört zur City Football Group und der FC Toulouse gehört der Firma RedBird Capital, die ebenfalls mit dem AC Mailand und dem FC Liverpool verknüpft ist.

Die Fans in Strasbourg sehen sich mittlerweile als Junior-Partner und wünschen sich, das europäische Regeln dieses Multi-Club Ownership verbieten. So sieht es allerdings nicht aus, es scheint eher als würden die Dimensionen noch viel gravierender.

Quellen:

Liam Roseniors Wechsel zu Chelsea: Anderes Level, selber Besitzer – 11FREUNDE

Todd Boehly – Wikipedia

FC Chelsea – Wikipedia

Trainer-Beben in Straßburg: Liam Rosenior übernimmt den FC Chelsea – Racing-Fans sind empört – Elsass – Schwarzwälder Bote

Herbstmeisterschaft im Kollektiv

Was sich bereits seit längerer Zeit andeutet ist nun Gewissheit. Der FC Schalke 04 ist nach dem 1:0-Sieg gegen den 1.FC Nürnberg Herbstmeister in der 2. Bundesliga und damit aktuell erster Anwärter auf einen Aufstiegsplatz. Herzlichen Glückwunsch. Doch wer hätte das gedacht? Fußball-Deutschland hat Schalke 04 belächtelt, als es den in Bremen durchaus kritisierten Frank Baumann als Vorstand Sport nach Gelsenkirchen lotste. Und was hat man Frank Baumann belächelt, als er Miron Muslic als völlig unbekannten Trainer verpflichtete. Auch die Neuverpflichtungen machten Schalke nicht zum Top-Kandidaten. Das waren, was die Expertenmeinungen angeht eher Hannover 96, Hertha BSC und der VfL Bochum. Nicht nur die hat man auf Schalke hinter sich gelassen.

Dabei glänzen die Schalker weniger durch Einzelspieler, sondern als Kollektiv. Das zeigt, dass Du nicht die besten Spieler, sondern die beste Mannschaft brauchst. Und da waren die Schalker vorne mit dabei. Das System von Muslic ist, typisch Schalke, auf die Defensive ausgelegt. Die Null steht meistens, so auch gestern. Schalke hat ligaweit die wenigstens Gegentore kassiert. Offensiv könnte mehr gehen, sogar der Tabellenletzte aus Dresden hat mehr Treffer erzielt. Aber Schalke steht nicht für Spektakel sondern für Arbeit.

Aber: Die Rückrunde wird kein Selbstläufer. Die Mannschaften die hinter den Königsblauen stehen wollen hoch. Allen voran Hertha BSC. Aber auch Elversberg, Paderborn und Hannover haben Ambitionen. Muslic muss die Spannung hochhalten und Schalke muss zeigen, dass sie über die gesamt Saison Konstanz zeigen und auch nach herben Rückschlägen zurückkommen.

WM 2026:Ärger um das Pride-Spiel

Zunächst die Fakten: Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 soll im Gastgeberland USA, genauer gesagt in Seattle, ein Pride Match ausgetragen werden. Da die Feierlichkeiten grundsätzlich am letzten Juni-Wochenende stattfinden, treffen am 26. Juni 2026 ausgerechnet Ägypten und der Iran aufeinander. Bei den beiden Verbänden kommt bereits jetzt Unmut auf. Der ägyptische Fußballverband hat deswegen bereits einen kritischen Brief an die FIFA geschrieben. Wörtlich soll es heißen, dass jegliche Aktivitäten, die während der Partie Homosexualität fördern, zurückgewiesen werden. Das würde den kulturellen, religiösen und sozialen Werten der arabischen und muslimischen Gesellschaft widersprechen.

Dabei wird auf Artikel 4 der FIFA-Statuten verwiesen, der Neutralität in politischen und sozialen Fragen vorsieht. Aktionen, die Spannungen, Missverständnisse und Konflikte unterschiedlicher Fans hervorrufen können, sind demnach verboten. Auch die Iraner, so Verbandschef Mehdi Tadsch, haben weiter Redebedarf und das Pride-Game als „unvernünftige Handlung“ bezeichnet.

Die WM-Veranstalter haben keinen Einfluss auf das Pride-Game, das schon weit vor der WM-Auslosung feststand. Im Iran werden homosexuelle Handlungen teilweise mit dem Tod bestraft und auch in Ägypten ist Homosexualität strafbar.

In Seattle, einer demokratischen Hochburg, feiert (man) seit 1974 in queere Community. Das gleichzeitig die Fußball-Weltmeisterschaft stattfindet, und dann auch noch in Seattle, ist alles, aber kein Grund genau diese Feierlichkeiten abzusagen oder zu verschieben. Im Rahmen der WM in Katar hat man in der arabischen Welt bereits auf Dinge bestanden, die bei anderen Turnieren undenkbar waren. Zum Beispiel der Genuss von Alkohol oder das Verstecken von homosexueller Liebe. Die gelebte Toleranz gilt in beide Richtungen. Und hier das Neutralitätsgebot vorzuschieben ist lächerlich. Sport und Politik lassen sich genauso wenig trennen wie Sport und Soziales. Es wird immer nur dann angeführt, wenn es der Gegenseite in den Kram passt.

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Die beiden Verbände verachten dabei nicht nur die Lebensform tausender Menschen in der westlichen Welt, auch in der arabischen Welt gibt es eine, wenn auch im Untergrund existierende LGBTQ-Community.

Wie die FIFA damit umgeht ist bislang aber genauso unklar, wie die Position der US-Regierung um Donald Trump.

Quellen:

Fußball-WM 2026: Ärger um „Pride-Match“ zwischen Ägypten und Iran | sportschau.de

WM 2026:„Pride Game“ zwischen Iran und Ägypten – Regenbogen am FIFA-Himmel – 11FREUNDE

WM 2026: Der FIFA sind die Fans egal

Wenige Tage nach der, nennen wir sie Gruppenauslosung, hat der DFB bekannt gegeben, welche Ticketpreise für die Spiele der Fußballweltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexico und den USA aufgerufen werden. Tickets für das erste Spiel am 14. Juni 2026 in Houston gegen Curacao sind mit 155 Euro noch ein echter Schnapper. Wohlgemerkt handelt es sich bei den Tickets um Plätze im Fanblock der Nationalmannschaft. Andere Tickets sind hier bereits wesentlich teurer. Für das zweite Gruppenspiel in Toronto gegen die Elfenbeinküste muss man schon tiefer in die Tasche greifen. Hier müssen für die gleiche Platzkategorie 190 Euro bezahlt werden. Dass die Tickets für das letzte Gruppenspiel gegen Equador in New York noch teurer sind, kann man sich sicher denken. Hier braucht man 230 Euro. Grundsätzlich sind günstigere Tickets erhältlich, die können bei DFB allerdings nicht erworben werden.

Damit werden die Fans quasi ausgeschlossen. Eine WM sollte für alle und jeden sein. Die FIFA scheint das aber in keinster Weise zu interessieren. Fans von europäischen Mannschaften, die nicht nur für Stimmung in den Stadien haben, will man offenbar nicht dabeihaben. Außerdem sind selbst die beschriebenen Tickets nicht in ausreichender Zahl erhältlich. Für zwei der drei Vorrundenspiele gibt es etwas mehr als 4.000 Tickets, für Spiel zwei sind lediglich 2.500 Karten für deutsche Fans vorgesehen.

Auch danach ist die Preisgestaltung fragwürdig. Im Sechszehntelfinale wirds billiger, aber nur kurz. Ab dem Achtelfinale wirds dann richtig teuer. Das „günstigste“ Finalticket kostet übrigens 3.500 Euro. Wer Karten für die KO-Spiele haben will, muss sich bereits jetzt bewerben, über den DFB sind später keine Karten mehr erhältlich.

Die FIFA begründet die Preisgestaltung mit gängigen Preisen in den Ausrichterländern, freut sich und kassiert 15 Prozent Provision pro Ticket.

Quellen:

Auch für DFB-Fans werden WM-Tickets richtig teuer: FIFA ruft „Horror-Preise“ auf – kicker

KSC trennt sich vom Co-Trainer

Warum man sich beim Karlsruher SC von Co-Trainer Zlatan Bajramovic getrennt hat, ist auch einige Tage nach der Verkündung nicht vollumfänglich geklärt. In der offiziellen Vereinsmeldung heißt es, das man diese Entscheidung im Rahmen einer Gesamtstrategie getroffen habe.

Trainer Christian Eichner scheint in diesen Vorgang nicht involviert gewesen zu sein. Gleiches gilt für die Mannschaft. Was richtig ist, ist die sportliche Talfahrt der Karlsruher. In der Tabelle liegen die Karlsruher auf dem achten Platz, in den letzten fünf Spielen kassierte man vier Niederlagen. Doch deswegen einen Co-Trainer zu entlassen ist unüblich. Jedenfalls dann, wenn sein Chef weitermachen darf.

Quellen:

Karlsruher SC trennt sich mit sofortiger Wirkung von Co-Trainer Zlatan Bajramovic: KSC – MEINE HEIMAT.

Karlsruher SC | Vereinsprofil 2025/26 | Alle Teaminfos – kicker

„Hatten das beste Verhältnis“: Eichner bedauert das Aus von Bajramovic beim KSC – kicker

Damen-Bundesligisten gründen Ligaverband im Alleingang

Eigentlich war alles in trockenen Tüchern. Eigentlich. Die Vereine der Frauen-Bundesliga und der DFB wollten am Mittwoch gemeinsam einen Ligenverband, in Anlehnung an die DFL, gründen. Und hier wäre die Geschichte eigentlich aus erzählt. Die Verträge waren ausgehandelt, doch dann wollte der DFB plötzlich nachverhandeln.

Ursprünglich sollten die Vereine und der DFB jeweils 50 Prozent der Anteile bekommen, der DFB wollte 100 Millionen investieren, die Vereine sogar 700 Millionen. Die Verhandlungsführer des DFB hatten aber weiterhin Gesprächsbedarf. Und nun wundert man sich beim DFB über den Schritt der Vereine? Nicht nachvollziehbar. Die Vereine standen unter Zugzwang und wollten die Gründung schnell über die Bühne bringen. Genau das wusste der DFB und wollte seine Interessen deswegen durchsetzen, die Vereine würde schon mitziehen.

Haben sie aber nicht, und das ist ihr gutes Recht.

Quelle:

Großer Knall: Frauen-Bundesligisten gründen Ligaverband ohne DFB – Verband reagiert „verwundert“ – kicker

Wake up Boo!

Bo Henriksen ist seit gestern nicht mehr Trainer des abstiegsbedrohten Bundesligisten Mainz 05. Das sind in Kürze die entsprechenden Fakten. Nach den schwachen Auftritten in der Bundesliga ist das nicht überraschend. Höchstens die Tatsache, dass man sich mit der Verkündung bis Mittwoch zeitgelassen hat, schließlich trifft man bereits morgen auf Borussia Mönchengladbach.

Doch was sind am Ende die Gründe für die Mainzer Krise? Zunächst einmal die ausgebliebenen Erfolge. Bereits zum Ende der letzten Saison war ein Abwärtstrend deutlich spürbar. Wenn man es drastisch formulieren möchte, haben die Mainzer nicht die Qualifikation für die Conference League geschafft, sondern die Teilnahme an der Champions League verspielt. Von den zehn letzten Saisonspielen der Saison 2024/25 konnten die Mainzer nur die Spiele in Mönchengladbach (3:1) und Bochum (4:1) gewinnen können. In dieser Saison steht tatsächlich nur ein Sieg gegen Augsburg (1:4) und drei Unentschieden gegen Wolfsburg, Bremen und Hoffenheim auf der Habenseite. Immerhin ist man in der Conference League im Soll und liegt in der aktuellen Mammuttabelle mit neun Punkten aus vier Spielen auf dem fünften von 36 Plätzen.

Die Mainzer Probleme haben also nicht nur was mit Aderlass im Sommer zu tun, aber eben auch. Der Abgang von Johnny Burkardt für 21 Millionen zu Eintracht Frankfurt tat richtig weh und Benedict Hollerbach konnte diese Lücke niemals richtig schließen. Die aktuellen Verletzungen von Robin Zentner, Maxim Leitsch, Maxim Dahl und Anthony Caci sind dabei genauso förderlich wie die vielen Rotsperren. Aktuellen fehlen Dominik Kohr und Paul Nebel rotgesperrt.

Quellen:

1. FSV Mainz 05 | Kader | Conference League 2025/26 – kicker

Henriksens Scheitern geht auch aufs Konto des Managements – kicker

1.FSV Mainz 05 – Vereinsprofil | Transfermarkt

Sandro Wagner und das Ende einer Irrfahrt

Sandro Wagner und der FC Augsburg haben sich getrennt. Ob nun Sandro Wagner den FC Augsburg entlassen hat, oder ob es nun doch andersrum gewesen ist, ist nur schwer zu sagen. Angeblich soll die Trennung in gegenseitigem Einvernehmen erfolgt sein. Und genauso angeblich soll Wagner eine stolze Ablösesumme von 3 Millionen Euro kassieren.

Das beiden Seiten getrennte Wege gehen und die gemeinsamen Ziele in weiter Ferne gerückt sind, war bereits in der jüngeren Vergangenheit erkennbar deutlich zu erkennen. Wir kennen alle diese Pärchen, die sich eigentlich trennen sollten. Die nur noch wegen der Kinder, des Hauses oder dem Kind zusammen sind.

Der FC Augsburg ist ein biederer Klub, der sich einen frischen Anstrich geben wollte ohne die maroden Wände zu überarbeiten. Der Kader passte genauso wenig zu Wagners Spielidee wie Wagner nach Augsburg. Die Entlassung von Jess Thorup zum Ende der letzten Saison stellt sich als folgenschwerer Fehler heraus. Der Zeitpunkt der Entlassung sowieso. Es wird Zweifel an Wagner gegeben haben. Nicht erst seit gestern. Eine frühere Entscheidung wäre sicherlich sinnvoller gewesen. Wie dem auch sein, eine zum Scheitern verurteile Ehe ist nun endlich geschieden worden.

Stabil geht anders

Zunächst die Fakten: Im Zweitliga-Duell zwischen Dynamo Dresden und Fortuna Düsseldorf kam es in der Schlussphase zu einem verbalen, rassistischen Angriff. Man mag über Dynamo Dresden denken was man will, aber der Verein aus Sachsen hat die Vorfälle klar und deutlich kommentiert: Dynamo-Trainer Thomas Stamm bat alle Rassisten, demnächst lieber zuhause zu bleiben. „Das macht sprachlos, denn sowas hat im Fußball nichts verloren“, zitiert Sport1 den Dresdener Übungsleiter. Auch der Verein hat sich im Spielbericht ganz klar positioniert. Gleiches gilt für Fortuna Düsseldorf.

Markus Anfang, Trainer der Fortuna, sprach bei Sky Sport von verallgemeinerten Einzelfällen und emotionalem Reinrufen. Wer sich so äußert, hat den Ernst der Lage nicht erkannt und stellt sich schon gar nicht hinter vor seinen Spieler sondern vor den Täter. Als Trainer hätte er eine Vorbildfunktion. Die hat Anfang aber zum wiederholten Male nicht eingenommen und erneut gezeigt, dass er als Trainer nicht (mehr) tragbar ist.

Quellen:

Dresden und Düsseldorf verurteilen rassistischen Vorfall

Rossipal & Vermeij sichern ersten Heimsieg der Saison | Sportgemeinschaft Dynamo Dresden – Die offizielle Website

Fortuna Düsseldorf 1895: Rassismus-Vorfall im Auswärtsspiel in Dresden

Stamm spricht von rassistischer Beleidigung gegen Fortuna-Spieler | Fußball News | Sky Sport

Drei Spiele Sperre reichen nicht

Dominik Kohr, Abwehrspieler von Mainz 05, ist ein Fußballrüpel. Dafür sprechen bisher neun Platzverweise in der Bundesliga. Das Kohr demnächst nullt, um zum zehnten Mal vom Platz fliegt, gilt nicht als unwahrscheinlich.

Fußball ist ein körperbetontes Spiel keine Frage. Das es da zu Foulspielen, zu Karten und Verletzungen kommt, ist logisch. Dennoch ist Kohr einer der härtesten und brutalsten Abwehrspieler die die Liga kennt. Für sein Foul am Hoffenheimer Max Moerstedt wurde er jetzt für drei Spiele gesperrt. Dazu kommt eine Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro. Das mögliche Strafmaß lag bei vier Spielen. Warum man das Strafmaß, trotz Entschuldigung nicht ausgereizt hat, bleibt wohl das Geheimnis des Schiedsgerichtes. Wer so in den Mann und auf die Knochen geht, müsste eigentlich auch die volle Härte den Sportgerichtes zu spüren bekommen.

Kohr darf in der Liga am 21. Dezember im Spiel gegen den FC St. Pauli ran. In der Conference League kann er bereits am nächsten Spieltag wieder auflaufen, die Sperre gilt nur für nationale Spiele. Kohr ist übrigens auch bei seinen gelben Karten ganz vorne mit dabei. Er sah bereits über 100 Verwarnungen, nur Stefan Effenberg kassierte mit 114 gelben Karten mehr Verwarnungen.

Quelle:

Drei Spiele Sperre und Geldstrafe für Kohr – kicker

Gelbe Karten: Mainzer Kohr durchbricht 100er Marke – Fussballdaten