Nicht nur die Zuschauer im Kölner RheinEnergy-Stadion haben es mitbekommen, als ein Köln-Fan und Amateur-Schiedsrichter seinem Lebensgefährten im Stadion einen Heiratsantrag gemacht haben, auch die Fernsehzuschauer waren Zeuge des Antrags.
Nach dem öffentlichen Antrag kamen Vorwürfe gegen den Schiedsrichter ans Licht: Ehemalige Arbeitskollegen konfrontierten den Aktivisten mit schweren Vorwürfen. Zwischenzeitlich klang es so, als würde man nach ihm fahnden. Völliger Unsinn und ein Zeichen von einer fehlgeleiteten Kommunikation der Behörden.
Was aber kein Unsinn sein soll ist die Tatsache, dass seine Adresse und sein Klarname im Internet veröffentlicht wurden mit dem Aufruf „ihn zu besuchen“. Das ist dann tatsächlich auch passiert, drei Männer haben ihn vor seiner Wohnung angegriffen und brutal zusammengeschlagen.
Danach kam es noch zu einem weiteren Angriff, bei dem er von zwei Männern angespuckt und in die Rippen geschlagen wurde. Der Staatsschutz ermittelt und prüft ein homophobes Motiv.
Die Nachricht über den Anschlag hat mich fassungslos zurückgelassen. War es ein homophobes Motiv? Wie asozial und menschenfeindlich kann man sein, Menschen wegen ihrer sexuellen Neigung anzugreifen und sie zu verprügeln. Ich hoffe die Polizei und der Staatschutz finden die Täter und ermitteln auch gegen denjenigen, der die Adresse öffentlich machte.
Quellen:
Attacke auf Pascal Kaiser: Staatsschutz der Kölner Polizei ermittelt
Wende nach Heiratsantrag im Kölner Stadion – Staatsanwalt ermittelt!- DerWesten.de
Attacke auf Pascal Kaiser: Staatsschutz der Kölner Polizei ermittelt
Köln | Pascal Kaiser wieder attackiert: Anwalt nennt Details