Keine Chance für homophobe Gewalt

Nicht nur die Zuschauer im Kölner RheinEnergy-Stadion haben es mitbekommen, als ein Köln-Fan und Amateur-Schiedsrichter seinem Lebensgefährten im Stadion einen Heiratsantrag gemacht haben, auch die Fernsehzuschauer waren Zeuge des Antrags.

Nach dem öffentlichen Antrag kamen Vorwürfe gegen den Schiedsrichter ans Licht: Ehemalige Arbeitskollegen konfrontierten den Aktivisten mit schweren Vorwürfen. Zwischenzeitlich klang es so, als würde man nach ihm fahnden. Völliger Unsinn und ein Zeichen von einer fehlgeleiteten Kommunikation der Behörden.

Was aber kein Unsinn sein soll ist die Tatsache, dass seine Adresse und sein Klarname im Internet veröffentlicht wurden mit dem Aufruf „ihn zu besuchen“. Das ist dann tatsächlich auch passiert, drei Männer haben ihn vor seiner Wohnung angegriffen und brutal zusammengeschlagen.

Danach kam es noch zu einem weiteren Angriff, bei dem er von zwei Männern angespuckt und in die Rippen geschlagen wurde. Der Staatsschutz ermittelt und prüft ein homophobes Motiv.

Die Nachricht über den Anschlag hat mich fassungslos zurückgelassen. War es ein homophobes Motiv? Wie asozial und menschenfeindlich kann man sein, Menschen wegen ihrer sexuellen Neigung anzugreifen und sie zu verprügeln. Ich hoffe die Polizei und der Staatschutz finden die Täter und ermitteln auch gegen denjenigen, der die Adresse öffentlich machte.

Quellen:

Attacke auf Pascal Kaiser: Staatsschutz der Kölner Polizei ermittelt

Wende nach Heiratsantrag im Kölner Stadion – Staatsanwalt ermittelt!- DerWesten.de

Attacke auf Pascal Kaiser: Staatsschutz der Kölner Polizei ermittelt

Köln | Pascal Kaiser wieder attackiert: Anwalt nennt Details

Zoran Mamic und die eigene Tasche

Als Kind der Ostkurve erinnere ich natürlich noch an die beste Zeit von Zoran Mamic. Der in Bjelovar geborene Kroate spielte zwischen 1996 und 1998 und in der Saison 2000/2001 für den VfL Bochum. Damit gehörte Mamic zu der Bochunmer Mannschaft, die erstmalig Europapokalluft schnuppern durfte. Beim ersten europäischen Auswärtsspiel in Trabzon durfte Mamic nur zuschauen, im Rückspiel kam Mamic dann von der Bank. In der zweiten Runde stand er im Belgien in der Anfangsformation und trug sich im letzten Spiel gegen gegen Ajax Amsterdam sogar in den Torschützenliste ein. Der VfL Bochum war Mamic erste Station im Ausland, danach spielte er noch für Bayer Leverkusen, Greuther Fürth, LR Ahlen und Eintracht Trier. In seiner Heimat spielte Mamic vor und nach den Gastspielen im Ausland für Dinamo Zagreb.

Nach seiner aktiven Zeit stieg er bei Dinamo Zagreb als Sportdirektor ein, als sein Bruder dort Präsident war. Parallel wurde er 2013 Trainer und holte 2014 und 2015 die kroatische Meisterschaft. Gemeinsam wurde er mit seinem Bruder im Jahre 2015 von der kroatischen Polizei verhaftet. Man warf ihnen vor, an Spielerverkäufen verdient und Steuern hinterzogen zu haben. Bei dem Transfer von Luka Modric soll man 15 Millionen veruntreut und 1,5 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben. 2018 wurde er als Komplize seines Bruders verhaftet und zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt. Zwischenzeitlich flüchtete Mamic nach Bosnien-Herzegowina, dessen Staatsangehörigkeit ebenfalls besitzt. Mamic wurde in Medugorje verhaftet.

Quellen:

Zoran Mamić – Wikipedia

Zoran Mamic – Trainerprofil | Transfermarkt