Früher, also richtig früher, als wir fußballmäßig noch nicht übersättigt waren, war die Bundesliga-Konferenz am Samstag unser absolutes Wochenend-Highlight. Jedenfalls so lange, bis es Zeit war für die erste Dauerkarte oder für Dinge, die dann doch mehr im Vordergrund standen. Wer in Westdeutschland, bzw. in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen ist, der kam also am Samstag um 15:30 Uhr nicht an WDR 2 vorbei. Die Sendung und die Konferenz gibt es heute auch noch, steht auf Grund der TV-Rechte nicht mehr ganz so sehr im Fokus. Also aus der damaligen Zeit haben sich einige Radiostimmen tief in mein Gehirn gegraben. Eine davon ist die Stimme von Manfred Breuckmann.
Breuckmann, geboren am 11. Juni in Datteln, ist heute stolze 75 Jahre alt. Er gewann 2011 den Deutsche Radiopreis, eine Auszeichnung die er sich mit Herbert Grönemeyer teilt. Das die Laudation damals von Waldemar Hartmann gesprochen wurde, kehren wir lieber unter den Teppich.
Das Breuckmann, als Kind des Ruhrgebiets, den Mannschaften aus dem Revier nahesteht, mögen ihm Außenstehende verzeihen. Das er sich am Ende für den FC Schalke entschieden hat, wiegt dann doch schwerer. Während seiner aktiven Zeit war er aber stets um Objektivität bemüht. Das muss ihm gelungen sein, denn sowohl die Schalker als auch die Dortmunder warfen ihm vor, es mit dem jeweils anderen zu halten.
Seinen letzten Radioeinsatz hatte Breuckmann aber weder bei Schalke, noch bei Borussia Dortmund, sondern bei der Partie des VfL Bochum gegen den 1.FC Köln. Später arbeitete er noch bei 90elf, einem privaten Radiosender aus Leipzig, der früher die Übertragungsrechte besaß. 2019 durfte er, dann im TV bei DAZN, noch die Partie Schalke gegen Union Berlin kommentieren.
Breuckmann überzeugte aber nicht nur durch seine Stimme, er schrieb mit „50 legendäre Szenen des deutschen Fußballs“ und „Fußballgipfel“ zwei Fußballbücher und mit „Rote Karte für Pommes“, „Mein Leben als jugendlicher Draufgänger“ und „Schnee am Ballermann“ drei weitere Bücher.
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