Schlagwort-Archive: Kanada

WM 2026: Der FIFA sind die Fans egal

Wenige Tage nach der, nennen wir sie Gruppenauslosung, hat der DFB bekannt gegeben, welche Ticketpreise für die Spiele der Fußballweltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexico und den USA aufgerufen werden. Tickets für das erste Spiel am 14. Juni 2026 in Houston gegen Curacao sind mit 155 Euro noch ein echter Schnapper. Wohlgemerkt handelt es sich bei den Tickets um Plätze im Fanblock der Nationalmannschaft. Andere Tickets sind hier bereits wesentlich teurer. Für das zweite Gruppenspiel in Toronto gegen die Elfenbeinküste muss man schon tiefer in die Tasche greifen. Hier müssen für die gleiche Platzkategorie 190 Euro bezahlt werden. Dass die Tickets für das letzte Gruppenspiel gegen Equador in New York noch teurer sind, kann man sich sicher denken. Hier braucht man 230 Euro. Grundsätzlich sind günstigere Tickets erhältlich, die können bei DFB allerdings nicht erworben werden.

Damit werden die Fans quasi ausgeschlossen. Eine WM sollte für alle und jeden sein. Die FIFA scheint das aber in keinster Weise zu interessieren. Fans von europäischen Mannschaften, die nicht nur für Stimmung in den Stadien haben, will man offenbar nicht dabeihaben. Außerdem sind selbst die beschriebenen Tickets nicht in ausreichender Zahl erhältlich. Für zwei der drei Vorrundenspiele gibt es etwas mehr als 4.000 Tickets, für Spiel zwei sind lediglich 2.500 Karten für deutsche Fans vorgesehen.

Auch danach ist die Preisgestaltung fragwürdig. Im Sechszehntelfinale wirds billiger, aber nur kurz. Ab dem Achtelfinale wirds dann richtig teuer. Das „günstigste“ Finalticket kostet übrigens 3.500 Euro. Wer Karten für die KO-Spiele haben will, muss sich bereits jetzt bewerben, über den DFB sind später keine Karten mehr erhältlich.

Die FIFA begründet die Preisgestaltung mit gängigen Preisen in den Ausrichterländern, freut sich und kassiert 15 Prozent Provision pro Ticket.

Quellen:

Auch für DFB-Fans werden WM-Tickets richtig teuer: FIFA ruft „Horror-Preise“ auf – kicker

An Peinlichkeit nicht zu überbieten

Wir regen uns ja immer schon bei den DFB-Pokal-Auslosungen auf, wenn im Vorfeld ein paar Minuten über Belanglosigkeiten gesprochen wird. Ich schwöre, dass ich das zumindestest bis Sonntag nicht tun werde. Für die Gruppenauslosung zur Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexico und den USA fehlen einem die Worte. Oder es ist mehr Fremdschämen als das Dschungelcamp, Frauentausch oder das Sommerhaus der Stars. Zusammen.

Das Heidi Klum statt Thomas Gottschalk durch diesen Abend geführt hat, war dann aber auch der einzige Lichtblick dieser grotesken Veranstaltung. Hätten diese ominösen Highlight-Clips nicht nur 654 Minuten gedauert, wären die meisten Zuschauer bis zur Verleihung des FIFA-Friedenspreises eingeschlafen. Wäre sicherlich besser gewesen. Moment mal? Trump und Friedenspreis? Wofür? Für die Befriedung des Ukraine-Krieges? Für die Pläne im Gaza-Streifen ein Trump-Ressort zu errichten. Für die Invasionspläne in Grönland? Wie man diesen Preis in Venezuela einschätzt, ist leider nicht überliefert.

Natürlich kann und sollte sich jeder sein eigenes Bild machen, aber das ganze ist an „Arschkriecherei“ nicht zu überbieten. Infantino tut das was seine Vorgänger heimlich getan haben, ohne Scheu und ganz offen. Kritik dazu gibt es kaum. Weder von den Kommentatoren im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, noch bei den Vertretern des DFB. Da hilft nur eins: Abschalten

Quellen:

Angriff im Pazifik: USA töten erneut angebliche Drogenschmuggler