Werder Bremen konnte auch, und das trotz langer Überzahl, im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim nicht punkten. Man muss kein Prophet sein um vorherzusagen, dass die Bremer immer tiefer in den Abstiegskampf geraten. Deswegen wird es bei den Bremern in den Wochen eher ungemütlich werden. Auch wenn Clemens Fritz, Geschäftsführer Fußball bei Werder Bremen seinem Coach Horst Steffen noch eine Jobgarantie gab, müssen an der Weser dringend Siege her. Die Fans haben ihren Unmut nach der Niederlage gegen Hoffenheim durch ein Pfeifkonzert deutlich gemacht, aber die Verantwortlichen bewahren, zu mindestens öffentlich, die Ruhe.
Punktgleich mit dem Nordrivalen aus Hamburg liegt man nur noch einen Platz vor der Relegation, den aktuell der FSV Mainz 05 belegt. Im Gegensatz zu Werder Bremen sind die Mainzer nach dem Trainerwechsel deutlich im Aufwind und der HSV hat im Nachholspiel gegen Leverkusen zumindest theoretisch die Chance, die Bremer auf Abstand zu halten.
Aktuell liegt das Problem der Grün-Weißen im gegnerischen Strafraum. In fünf der letzten sechs Spiele konnte die Werder-Offensive keinen Treffer erzielen und die Abwehr der Bremer ist nicht immer so stabil, dass in bester Huub Stevens-Manier hinten die Null steht. Ja, die Bremer haben Verletzungssorgen, die dürfen aber nicht die einzige Ausrede sein. Von der Leihe von Victor Boniface haben sich alle mehr versprochen, liefern konnte der Nigerianer allerdings nie. Als Ersatz holten die Norddeutschen den Serben Jovan Milosevic. Der steht beim VfB Stuttgart unter Vertrag spielte aber vorher für Partizan Belgrad in der serbischen Super Liga.
Am übernächsten und dem darauffolgenden Spieltag müssen die Bremer beim SC Freiburg und gegen Bayern München ran. Genau deswegen ist das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach richtungsweisend. Mit einem Sieg gegen die Fohlen würde man sich etwas Luft verschaffen. Gelingt das nicht, wird es eng für Werder Bremen, Horst Steffen und auch für Clemens Fritz.
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