Bei Royale Union Saint-Gilloise handelt es sich nicht nur um einen Vorstadtclub der Hauptstadt Brüssel, sondern um einen der traditionsreichsten Fußballvereine des Landes, der zuletzt europaweit von sich Reden gemacht hat. Saint-Gilles oder Sint-Gillis, je nachdem man es französisch oder niederländisch ausspricht ist eine von 19 Gemeinden der Hauptstadt. Mit etwas mehr als 2.500 m² grenzt er direkt an die Brüsseler Altstadt. Touristen kennen aus Saint-Gilles am ehesten den Brüsseler Südbahnhof, den wichtigsten Bahnhof der Stadt.
Bevor die Mannschaft aus unserem Nachbarland europaweit bekannt wurde, spielte man zwischen 1973 und dem Jahre 2020 irgendwo zwischen der zweiten und vierten Liga eher in den Niederrungen des belgischen Fußballs. In der Saison 2020/2021 konnte man die Rückkehr in die höchste belgische Spielklasse dann aber doch erwirken.
In der Aufstiegssaison machte das Team durch eine furiose Hauptrunde von sich reden, konnte in der Playoff-Runde dann aber doch noch vom FC Brügge gestoppt werden. Internation durfte man deswegen trotzdem starten und schied in der Europa League im April 2023 erst gegen Bayer Leverkusen aus. Mit dem ersten Pokalgewinn seit über 100 Jahren holten sich die Blau-Gelben dann endlich auch wieder einen Titel. Der wurde mit dem Gewinn des Supercups im gleichen Jahr dann auch noch vergoldet. In der letzten Saison folgte dann endlich auch wieder eine belgische Meisterschaft. Viel wichtiger war aber, dass man sich wieder als belgischen Top-3-Team etablieren konnte. Der Erfolg in diesen Jahren ist nicht zuletzt mit den Karel Geraets (später Schalke 04) und Alexander Blessin (aktuell FC St. Pauli) verknüpft, die zwischen 2022 und 2024 die Belgier trainiert haben. Aktueller Übungsleiter ist Sébastien Pocognoli.
Mindestens genauso groß ist der Anteil von Tony Bloom, Anteilseigner des Vereins. Bloom ist daneben auch Funktionär beim englischen Erstligisten „Brighton & Hove Albion“. Dazu kommt eine 29 Prozent-Beteiligung am schottischen Erstligisten „Heart of Midlothian“. Bloom war Pokerspieler und hat bei Live-Turnieren 4 Millionen US-Dollar kassiert.
Quellen:
Saint-Gilles/Sint-Gillis – Wikipedia

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