Afrika-Cup 2025: Gastgeberland Marokko

Seit dem 21. Dezember 2025 findet der 35. Afrika-Cup, der ganz genau „2025 Africa Cup of Nations“ heißt, in Marokko statt. Eigentlich sollte das Turnier in Guinea stattfinden, denen hat man das Turnier wegen mangelnder Infrastruktur aber wieder entzogen und am Ende Marokkanern das Gastrecht entzogen. Ursprünglich findet der Afrika-Cup nicht zum Jahreswechsel, sondern im Sommer statt. Aufgrund der Klub-Weltmeisterschaft wurde der Afrika-Cup verschoben.

Das Turnier wird in sechs Städten und neun Stadien ausgespielt. Die Stadien Moulay Abdallah, Prince Mouley Abdallah Olympic, El Barid und Mouley Hassan liegen in Rabat, dazu kommen die Spielorte Agadir, Fés, Casablanca, Marrakesch und Tanger.

Marokko ist seit 1956 unabhängig und sein 1992 eine konstitutionelle Monarchie. Zuvor war Marokko zeitweise unter französischer und spanischer Verwaltung. Das Land grenzt an die Straße von Gibraltar, die Marokko und Spanien trennt. Im Norden grenzt Marokko ans Mittelmeer, im Westen an den Atlantik und hat gemeinsame Landesgrenzen mit Algerien. Auch wenn sich Marokko als Partner des Westens versteht, wird das Land autoritär geführt. Meinungsfreiheit und Frauenrechte gelten als eingeschränkt. Im Ranking der Pressefreiheit liegt Marokko auf dem 144. von 180 Plätzen. Wer den König, seit 1999 Mohammad VI., beleidigt, könnte im Gefängnis landen. Frauen haben laut Verfassung die gleichen Rechte wie Männer. Im Gegensatz zu anderen muslimischen Ländern müssen Frauen bei der Eheschließung volljährig, also 18 sein. Ausnahmen sind aber zulässig, 2013 lag die Zahl der minderjährigen Verheirateten bei 35.152. Bis

Bis in die 1960er Jahre war man in Marokko, zumindest was die arabische Welt angeht, tolerant bei sogenannten gleichgeschlechtlichen Handlungen, auch heute sind Liebesbeziehungen zwischen Männern teilweise zu erkennen. Dennoch ist Vorsicht geboten, 2009 wurde 25 Teilnehmer eines Pilgerfestes verhaftet. Das Pilgerfest wurde zu Ehren den Heiligen Sidi Ali Ben Hamduch gefeiert, der angeblich homosexuell gewesen sein soll. Die Organisation Kifkif berichten von Kampagnen und einer Fatwa gegen die „Beschönigung der Homosexualität“. In Marokko soll es zu regelmäßigen Kampagnen kommen.

Massive Kritik an seiner Person und seinem Handeln gab es aber trotzdem, als er im Jahre 2013 mit Daniel Galván einen spanischen Serienvergewaltiger begnadigte, der zu 30 Jahren Haft verurteilt wurde. Nach den Protesten widerrief der König zwar seine Begnadigung, Galván war zu diesem Zeitpunkt aber bereits aus Marokko ausgereist. Nicht der erste, nennen wir ihn Fauxpas, in diese Richtung. Hervé Le Gloannec, ein 2006 wegen Vergewaltigung und Kinderpornografie verurteilter Franzose, wurde ebenfalls begnadigt. Offenbar waren dem König die Denkweisen seines Volkes nicht klar. Wie auch, wenn die Medien von König gelenkt werden. Das Privatvermögen des Königs, der an zahlreichen Unternehmen beteiligt ist, wird auf mehr als fünf Milliarden Euro geschätzt.

Quellen:

Marokko – Wikipedia

Mohammed VI. (Marokko) – Wikipedia

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