Während Lazio Rom zu den bekanntesten Vereinen Italiens gehört, sind deren Fans eher berüchtigt. Das gilt vor allem für die als gewaltbereit bekannten Ultra-Gruppierungen. Vom italienischen Verband wurde man schön diverse Male mit Strafen belegt, was die Ultras aber nicht davon abhält, genauso weiterzumachen. Die Irriducibili Lazio hat sich offen zum Rassismus und Antisemitismus bekannt. Allerdings wurde sie dem Rest der Kurve zu Kommerziell. Aktuell hat die Banda Noatantri die Deutungshoheit in der Lazio-Kurve.
Irriducibili har sich 2020 aufgelöst, als Grund wurde eine Neuausrichtung der Kurve Lazio angeführt. Bis dahin haben die Ultras gegnerische, farbige Spieler beleidigt. Besonders wenn es gegen die lokale Konkurrenz vom AS Rom ging, waren die Äußerungen mehr als Menschenverachtend. Nach Ausschreitungen wurden 2007 die Vorschriften verschärft, so dass Banner und Spruchbänder eine polizeiliche Genehmigung brauchen.
Trommeln, Lautsprecher, Sirenen und Fahnen dürfen ebenfalls nicht mehr mit ins Stadion genommen werden. Es wurde zwischenzeitlich auch vermutet, dass rechtsextremistische Organisationen das Sagen in Ultra-Gruppierungen haben. DIe Anführer der Ultras sehen sich als politisch Verfolgte. Verbindungen in die Politik können aber nicht bewiesen werden. Bewiesen wurde dem Capo von Lazio aber die Verletzung an einem Polizisten, er wurde zu einer Haftstrafe verurteilt und hat bis 2026 Stadionverbot. Nach seiner Entlassung muss er eben bis 2026 zu Spielbeginn, zur Halbzeit und zu Spielende bei der Polizei vorstellig werden.

Eben jener Capo wurde bereits 2017 durch Schüsse ins Bein verletzt. Zwei Personen verkleideten sich als Polizisten und schossen ihm bei einer vermeidlichen Kontrolle ins Bein. 2019 wurde ein ebenfalls langjähriger Capo hingerichtet.
Bekanntes Mitglied der Gruppierung ist der damalige Lazio-Stürmer Paolo Di Canio, der sich auch öffentlich als einer von ihnen bekennt. 2005 zeigte er nach Spiel gegen AS Rom den Hitlergruß. Als sich der Vorfall im selber Jahr bei einem Spiel gegen Livorno wiederholte, musste er 10.000 Euro Strafe zahlen und wurde für ein Spiel gesperrt.
Lazio Rom ist von seinen Ultras extrem abhängig, deswegen geht man nicht gezielter gegen sie vor. Die Gruppe finanziert sich durch den Verkauf von Merch. Dabei verdrängen sie sogar offizielle Lazio-Shops aus der Stadt. Die Kommerzialisierung wird von der übrigen Fanszene heftig kritisiert.
Die Gruppe pflegt Verbindungen zu Ultragruppen von Inter Mailand, Real Madrid, Espanyol Barcelona, Levski Sofia, BFC Dynamo und Lok Leipzig.
Quelle:

Hinterlasse einen Kommentar