Wenn man sich die Liste der Frauen-Bundesliga anschaut, sieht man hauptsächlich Ableger von männlichen Profi-Vereinen. Die sind in der Vergangenheit auf den Zug aufgesprungen und wollen offensichtlich auch ein Stück von Trend Frauen-Fußball abbekommen. Eine Ausnahme bildet dort die SGS Essen. Aktuell liegt man einen Punkt vor dem HSV, die allerdings eine Spiel weniger, auf dem letzten Platz über dem Strich. Es wird immer schwerer, sich gegen die namhafte Konkurrenz zu behaupten.
Die Geschichte des Essener Frauenfußballs reicht bis in Jahr 1973 zurück, damals wurde bei Grün-Weiß Schonnebeck eine Damenabteilung gegründet. 1996 spielte man bereits in der zweithöchsten deutschen Spielklasse, die damals noch Regionalliga hieß. Als SG Essen-Schönebeck wurde 2004 überraschend Meister in der Regionalliga und feierte den Aufstieg in die erste Liga. Die Zeiten waren vom Abstiegskampf geprägt, dich irgendwann machte man die nächsten Schritte.
Spätestens 2012, bereits als SGS Essen, war man im Frauenfußball etabliert, 2014 schaffte man sogar den Sprung ins DFB-Pokal, zog allerdings gegen 1. FFC Frankfurt den Kürzeren. 2020 konnte man diesen Erfolg wiederholen, verlor am erneut. Dieses Mal allerdings nach dem Elfmeterschießen gegen den VfL Wolfsburg.
Wie die Zukunft der Essener in der höchsten deutschen Frauenspielklasse angeht, ist weiter ungewiss. Im Oktober haben sich die Essenerinnen vom Teamchef getrennt haben, sie Stelle ist durch Robert Augustin neu besetzt, die Essenerinnen kämpfen aber weiter ums sportliche Überleben.
Das wäre schade, schließlich haben viele gestandene Spielerinnen und Ex-Spielerinnen die Essener Kaderschmiede durchlaufen. So spielten Linda Dallmann, Sara Doorsoun, Turid Knaak, Lena Oberdorf und Lea Schüller allesamt für die Essenerinnen.
Quellen:
SGS Essen trennt sich von Trainer und Sportdirektor – Fußball – Sport – WDR

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