Herbstmeisterschaft im Kollektiv

Was sich bereits seit längerer Zeit andeutet ist nun Gewissheit. Der FC Schalke 04 ist nach dem 1:0-Sieg gegen den 1.FC Nürnberg Herbstmeister in der 2. Bundesliga und damit aktuell erster Anwärter auf einen Aufstiegsplatz. Herzlichen Glückwunsch. Doch wer hätte das gedacht? Fußball-Deutschland hat Schalke 04 belächtelt, als es den in Bremen durchaus kritisierten Frank Baumann als Vorstand Sport nach Gelsenkirchen lotste. Und was hat man Frank Baumann belächelt, als er Miron Muslic als völlig unbekannten Trainer verpflichtete. Auch die Neuverpflichtungen machten Schalke nicht zum Top-Kandidaten. Das waren, was die Expertenmeinungen angeht eher Hannover 96, Hertha BSC und der VfL Bochum. Nicht nur die hat man auf Schalke hinter sich gelassen.

Dabei glänzen die Schalker weniger durch Einzelspieler, sondern als Kollektiv. Das zeigt, dass Du nicht die besten Spieler, sondern die beste Mannschaft brauchst. Und da waren die Schalker vorne mit dabei. Das System von Muslic ist, typisch Schalke, auf die Defensive ausgelegt. Die Null steht meistens, so auch gestern. Schalke hat ligaweit die wenigstens Gegentore kassiert. Offensiv könnte mehr gehen, sogar der Tabellenletzte aus Dresden hat mehr Treffer erzielt. Aber Schalke steht nicht für Spektakel sondern für Arbeit.

Aber: Die Rückrunde wird kein Selbstläufer. Die Mannschaften die hinter den Königsblauen stehen wollen hoch. Allen voran Hertha BSC. Aber auch Elversberg, Paderborn und Hannover haben Ambitionen. Muslic muss die Spannung hochhalten und Schalke muss zeigen, dass sie über die gesamt Saison Konstanz zeigen und auch nach herben Rückschlägen zurückkommen.

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