Der Beitar Jerusalem Football Club ist kein ganz normaler Fußballverein. Er entstand in den 1920er-Jahren und ist aus der Betar-Bewegung entstanden. Die Betar-Bewegung ist eine zionistische Jugendorganisation, die in Riga durch Ze´ev Jabotinsky gegründet wurde. Sie gilt als Vorläufer der Likud-Partei. Die Nähe zur Likud-Partie und zum israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ist auch heute noch gegeben.
In Israel sind 20 Prozent aller Staatsbürger*innen muslimischen Glaubens, doch für den Verein kommt es immer noch nicht in Frage, muslimische Araber in ihr Team aufzunehmen. Die Anhänger unterstützen die islamfeindliche Praxis und sind für ihren rabiaten Rassismus in Israel bekannt.
So kam es im Jahre 2013 vor dem Holocaust-Gedenktag zu einem Eklat, als sie ein Banner mit der Aufschrift „Beitar ewig rein“ im Stadion präsentierten. Damals gab es Pläne zwei muslimische Spieler aus Tschetschenien zu verpflichten. Gegen den Nigerianer Ibrahim Nadallah, ein Spieler in den eigenen Reihen, gab es ständige verbale, rassistische Vorfälle, die Nadallah am Ende aus Israel vertrieben. Rassistische Vorfälle gegen Spieler der Gegner sind quasi an der Tagesordnung.
2012 überfielen die Anhänger von Beitar muslimische Mitarbeitende eines Einkaufszentrums. Von der Polizei wurden sie dabei nicht gestoppt. Ihren Rassismus verstecken Teile der Anhängerschaft nicht, sondern leben ihn frei und offen aus. Dabei verwenden sie wirklich ekelhafte Fangesänge wie „Hier kommt sie, die rassistischste Mannschaft des Jahres, „Tod den Arabern“ und „Vernichtet die Feinde Israels“.

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