Aktuell dümpelt der einstige DDR-Vorzeigeclub in der Regionalliga Nordost herum, und liegt dort auf dem 14. Platz. Zu DDR-Zeiten war der BFC Dynamo aus Alt-Hohenschönhausen Rekordmeister. Ursprung Vereins war die SG Volkspolizei Berlin, den heutigen Namen trägt der Club seit dem 15. Januar 1966.
In der DDR gehörte jeder Verein, der den Beinamen Dynamo trug, zur Sportvereinigung Dynamo. Es handelte sich um die Sportgemeinschaft aller inneren Staatsorgane (Volkspolizei, Stasi, Zollbehörde) der DDR. Kein Wunder also, das der BFC Dynamo der Lieblingsverein zahlreicher hochrangiger DDR-Funktionäre war. So war Ex-Stasi Chef Erich Mielke sogar Ehrenvorsitzender der Berliner.
Es dauerte aber tatsächlich noch bis zur Saison 1978/1979, ehe die Berliner die erste DDR-Meisterschaft einfahren konnten. Den gleichen Titel gewann der BFC insgesamt zehn Mal in Folge. Zur damaligen Zeit trugen Spieler wie Lutz Eigendorf, Frank Rohde, Andreas Thom und Falko Götz das Trikot der Berliner.
Mit dem Ende der DDR begann auch der Untergang der BFC-Kicker. Man verlor logischerweise die Unterstützung aus der Politik und scheiterte in der Qualifikation für die erste und zweite Bundesliga. 2001 rutschte der Club in die Insolvenz und verlor seine Spielberechtigung für die Oberliga.
Mit dem Neuanfang nach der Wende versuchte man sein Glück auch mit einer Umbenennung des Vereines, doch auf Initiative der Fans nannte man kurz vor der Jahrtausendwende wieder in BFC Dynamo um. An alte Erfolge konnte man dadurch zwar nicht mehr anknüpfen, spielt nach zähen Jahren in der Oberliga und der Berlin-Liga nun aber wieder seit 2014 wieder in der Regionalliga Nordost. Dort liegt man aktuell auf dem 15. Tabellenplatz hat aber fünf Punkte Vorsprung auf das Tabellenende der Liga.
Nach der Wende galten die Fans der BFC als extrem gewaltbereit. Das ging soweit, dass ein Berliner Zuschauer beim Gastspiel bei Sachsen Leipzig von einer Polizeikugel getroffen wurde. Auch in den Folgejahren gelten Teile der Anhängerschaft als gewaltbereit. 2016 sprach man laut Wikipedia von Hooligans der Kategorie C und von weit mehr als 200 Hools der Kategorie B. Der Personenkreis wird als rechtsextrem eingestuft. Später haben sich allerdings auch linke Ultragruppen gegründet und auch als Verein hat sich der BFC Dynamo klar positioniert.
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