Wenn man an die Choreografien und den Protest gegen die Pläne der Innenministerkonferenz denkt, sind die Ultrafans sicher eine Bereicherung für unsere Stadien und die Fußballkultur. Dennoch ist mir die Ultrakultur meistens suspekt. Das hat was mit dem Frauenbild, meiner Abneigung gegen Rauchtöpfe und dem ganzen antiquiertem Unsinn zu tun, was Fahnenklau etc. angeht.
Nach dem Spiel des FC Erzgebirge Aue gegen den VfB Stuttgart II wurden ein Päärchen aus der Ultraszene überfallen und die Fahnen entwendet. Etwa 20 Täter lauerten der Frau auf, schlugen sie beim Überfall zusammen und klauten mehrere Fahnen. Beim Überfall soll auch das Kind des Opfers dabei gewesen sein. Auch das Auto der Frau, so berichtet Sport im Osten, soll dabei zerstört worden sein.
Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, die heißeste Spur, soll aktuell nach Zwickau führen. Dort sollen wiederum die Aue-Ultras bei einem B-Jugendspiel die Fans des FSV Zwickau angegriffen haben.
Bei Aktionen sind nicht nur bescheuert, sondern schlichtweg asozial. Sorgt für Stimmung in den Stadion, macht geile Choreografien, aber überfallt keine Menschen innerhalb und außerhalb der Stadien. Ihr, die das macht, seid keine Fußball-Fans, sondern Verbrecher, die verurteilt gehören.
Nach einem genauso dämlichen Ehrenkodex müssen sich Ultra-Gruppierungen, denen die Fahnen geklaut werden, übrigens auflösen.
Quellen:
Fahnenklau bei Aue-Ultras: Verein schweigt – schwere Konsequenzen in der Fanszene möglich
Erzgebirge Aue: Offenbar Raubüberfall auf Ultra-Fanszene | MDR.DE
Fahnenklau bei Aue-Ultras: Verein schweigt – schwere Konsequenzen in der Fanszene möglich

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